www.uvis-segeln.de CT - III - 04.06.2010   Private Segelfreunde
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Segeln Website  -  Revierinfos und Törnberichte  -  Bodensee  -  Come-together-10-III   -  CT - III - 04.06.2010


Gestern

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Freitag, der fünfte und letzte Segeltag

5:30 - Ein Blick durch die Luke nach oben durchs Vordeck. Wow ... blauer Himmel ... eine oder zwei Wolken .. weiß ..... es scheint der ersehnte Sonnentag  nach dem Regen der letzten Tage zu sein.

7:30 - Aufstehen, - nachdem wir uns gestern einig geworden sind, keine Nachtausfahrt in den Sonnenaufgang zu machen, wurde länger geschlafen. Klaus spült schon. Michael schläft noch im Salon.

8:00 - Toilettengang, Duschen, Zähne putzen, - das morgendliche Ritual

8:30 - Ich helfe Klaus beim Herrichten des letzten Bordfrühstücks in Unteruhldingen. Croissants, die letzten Reste von Dunkelbrot, Frischkäse, die letzten Eier kommen ins Wasser, eine Packung Schinken wird aufgemacht, Oliven, Peperoni, Kaffee. Erich trinkt Tee. Letzte Reste von Melonen und Käsewürfel vom Vortag werden entsorgt.

Auf ein Neues

Skipper Jürgen




9:15 - Das Briefing hält sich kurz. Zwischenzeitlich ist Routine bei der Mannschaft eingekehrt. Bei einer reinen Männercrew gibt es nicht viel zu sagen. Blicke genügen und alles war und ist paletti. Das Ausfahrtmanöver wird besprochen und die Aufgabenverteilung auch für das Einlaufen in Gohren abgestimmt. Heute legt Michael ab und Erich an. Die Rollen werden ähnlich besetzt wie die Vortage. Das Team ist eingespielt und hat sich in den Tagen gut entwickelt.

9:30 - Letzter Toilettengang vorm Auslaufen. Für mich ein kleiner zusätzlicher Spaziergang zum Hafenmeister um das Hafenbecken herum, denn der Schlüssel muss noch abgegben werden.

10:00 - Ablegen, Michael am Steuer, Erich Landstrom, Klaus Vorleine und Spring, Jürgen Achterleine. Es ist sonnig, wir haben im Hafen wenig Wind, draußen kräuselt es sich ein wenig. Michael hat kurz Schwierigkeiten mit dem Anlassen. Der Motor bockt und will nicht. Etwas Vorglühen und schon läuft er nach dem Anlassen wieder rund.

Michael zieht das Boot rückwärts und seitwärts in einen Anlegekanal hinein, dann den Gashebel nach vorne gelegt und in einem schönen weiten Bogen über Backbord aus dem Hafen. 3,5 Knoten bei 1.500 Umdrehungen ist es ein ruhiger Ton.

Nach einer Meile wird das Steuer von Micha an Erich abgegeben. Wir richten uns sommerlich ein. Heute sind auch mal kurze Hosen angesagt, nicht mehr das dicke Nasszeugs. Kurs 140 - Richtung Fährlinie Meersburg/Konstanz-Staad.

10:35 - Fährlinie passiert. Es werden die Segel gesetzt. Heute mal wieder volles Zeugs. Aber der Wind fällt ein und wir nehmen den Motor dazu. Wir tuckern weiter. Haben noch einge Meilen vor uns, wenn das Boot um 15:00 pünktlich abgegeben werden soll.

13:00 - Die Zeit ist reif für Häppchen. Der letzte Schinken wird eingewickelt in Peperoni, - jetzt sind die auch weg ... und der letzte Käse. Ach ja, da gibt es noch jede Menge Joghurt. Hui leben wir auf einmal gesund.

Die Pfahlbauten

 

Hafen Unteruhldingen

 

Michael legt ab

13:15 - Fährlinie - Romanshorn - Friedrichshafen passiert. Jetzt wird der Motor wieder abgeschaltet und sich voll aufs Seglen konzentriert. Der Wind frischt tatsächlich etwas auf und macht gerade soviel, dass wir nicht abtuchen müssen. Bei einer Kontrolle des Logbuches fällt auf, dass da noch keine Eintragungen außer dem 8:00-Wetter gemacht wurden. Ist irgendwie so eine Eigenheit, die ich schon öfters festgestellt habe. Langjährige Segler und Skipper scheinen so abgeklärt, dass die Logbuchführung als ein notwendiges Übel erscheint. Dabei ist es wichtig, rechtlich sogar sehr sinnig und eine notwendige Sache. Mehr noch, liest man nach Jahren in den Aufzeichnungen der Törns nach, bedauert man es immer wieder, dass die Eintragungen so knapp gehalten sind. Auch ein Grund mit, die Segeltörns mit den Segelberichten hier zu hinterlegen. Wer das auch nicht hinbringt, ist für solche Teamerlebnisse wie das Segeln einfach nicht geeignet. Der sollte dann Einer-Kajak fahren.

14:00 - Wir brechen das Segeln ab, bergen die Segel und motoren Richtung Basis. Langenargen kommt näher, - müssen auf den Abstand zu Ufer achten, werden aber jetzt von einzelnen Hölzern zum Zickzacken gewungen. Vor unserer Hafeneinfahrt machen sich eine Menge Segler auf. Am Abend soll die Regatta "Bodensee rund" sein. Und in diese viele segelsetzenden Yachten wollen wir nicht noch zusätzlich in die Quere kommen und machen mehr Langenargen zu. Mehr Treibholz kommt auf. Immer mehr werden wir gezwungen richtig riesigen Stämmen auszuweichen. Vieles Geäst schwimmt wie Netze auf der Wasseroberfläche. Ich habe mich zwischenzeitlich an den Bug gestellt und navigiere nach Augensicht. Dabei bemerken wir gar nicht, wie sich ein Polizeiboot von hinten an uns heranpirscht. Wollen die uns kontollieren oder nur nach dem Treibholz schaun? Nun ja ... durch das dauernde Ausweichen der Holzstämme mal back- mal steuerbords achten wir mehr auf die Stämme als auf die Küstenline. Sind wir jetzt 300 Meter oder nur 200 Meter entfernt von Ufer? Wir drehen, um klarere Verhältnisse zu schaffen, wieder zur Mitte, wobei die Einfahrt nur noch wenige hundert Meter entfernt ist. Aber man soll ja möglichst rechtwinklig einfahren in den Hafen. Ja, ja, - aus der Argen kommen viele Hölzer. Der Regen der letzten Tage hat vieles heruntergepült.




Adieu Unteruhldingen

 

Auf großer Fahrt

 

Boot quer ab?

14:53 - Erich hat die Lotus in der Basis am vorgesehenen Liegeplatz angelegt. Alles ordentlich festgemacht, Landstrom gesetzt. Jetzt kommt das Einlaufbier.

14:57 - Georg kommt und meint, wir können uns ruhig Zeit lassen. Kaum haben wir das Bier in der Hand, kommt auch das Nachbarboot vom Törn zurück. Ganz selbstverständlich wird hier das Anlegemanöver unterstützt und ein Schwätzchen gehalten.

Heute sind wir 15,6 sm unterwegs gewesen und haben unseren Törn mit insgesamt 66 sm abgeschlossen. Das war jetzt nicht viel in diesem Jahr, aber auch bei dem vielen Regen und den Flauten nicht anders möglich. Dafür können wir auf einen schönen windreichen und durchwachsenen Montag zurückblicken.

Das Logbuch wird abgeschlossen, morgens wurde beim Briefing schon die Kasse übergeben, so dass jetzt das Ausladen und Autoheranfahren auf dem Programm steht. Die gepackten Taschen kommen auf den Steg. Einer nach dem anderen macht sich auf dem Weg, das Auto vom Parkplatz in Bootsnähe zu holen. Georg stellt einen kleinen Handwagen zur Verfügung.

Es dauert keine halbe Stunde, dann ist alles verstaut. Noch einmal wird ein Stubendurchgang gemacht, alles ist raus. Jetzt erfolgt die Bootsrückgabe. Alle Einzelheiten werden gecheckt, alles okay. Später stellt sich heraus, dass uns allen entgangen ist, dass der Kühlschrank noch mit Restgetränken gefüllt war. Lebensmittel waren vorher schon in den Kühltaschen verstaut, aber die Getränke, weil wir sie bis zuletzt noch kühl halten wollten, schließlich dann doch noch vergessen. Glück für die Folgecrew.

Gegen 16:30 finden wir uns dann zum Abschlussdrink auf der Terasse des zentral ansässigen Selbstbedien-
ungs-Restaurants wieder. Weizenbier, Bionade und Radler beschließen das Come-together mit leicht reduzierter Crew. Für alle Anwesenden war es eine schöne Woche, mit Kurzweil, vielen Bereicherungen und dem Interesse in Zukunft mehr und auch gemeinsam machen zu wollen. Jetzt schaun wir mal, was noch alles kommt.

ja, Boot achtern aus

 

Gut angelegt

 

Abschlussdrink

 

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