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Dienstag, der zweie
Segeltag Nachdem gestern bei auffrischendem
Wind das Reffen des Großsegels nicht so leicht von der Hand ging (da fehlte doch
tatsächlich ein Reffhaken am Mast), war heute das Reffen raffen angesagt.
Nach dem wie immer auswahlreichen und hervorragenden
Frühstück sind wir erstmal von Makkum aus brav im Fahrwasser gestartet, auch wenn die
vielen anderen Boote gleich die Abkürzung durchs weniger tiefe Wasser nahmen. |
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 Mitsegler
Gerd |
| Beim Segelsetzen haben wir
dann mit Reff 2 angefangen, sind ein bisschen Richtung SSW gesegelt und haben nach einer
Halse das Reff 1 und schließlich Vollsegel aufgezogen. Des Rätsels Lösung ist, dass das Reffen nur mit Reffleine und Großfall
vorgenommen wird. Allerdings muss dann doch einer wegen dem rumflatternden Segelrest nach
vorne und das Segel in die Lazy Jack stopfen.
Dann kommt ein Großsegler von links bei stehender Peilung
immer näher. Wir haben den Baum an Backbord, der Großsegler wohl auch, also haben wir
Kurshaltepflicht, der Großsegler sollte ausweichen, tut er aber nicht. Da halten wir uns
an die Regel Stahl vor Plastik und luven an, fahren eine Wende und gleich
wieder eine Halse, also einen Kreis, um dann hinter dem Segler auf unsern Kurs
zurückzukommen. |
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Rainer hat im
Buch die Lösung gefunden: Auf dem Ijsselmeer haben Segler über 20 m Länge
grundsätzlich Vorrecht. Die restliche Fahrt verging
mit frischem Wind über die Wellen hüpfend von NO nach SW übers Ijsselmeer, wo wir heute
Medemblik ansteuerten.
Da wartete schon eine Leckerei auf uns, wir wussten es nur
noch nicht.
Erst mussten wir im Hafen rückwärts einparken, was auch
gut gelang. Die Lage heute hatte leider den Nachteil, dass man zur Toilette und zum
Duschen zehn Minuten laufen musste. Auf dem Weg dahin erfuhr ich, dass es ganz in der
Nähe Hollandse nieuwe, neue Matjes gibt.
Pech nur, dass der Laden gerade zehn Minuten zuvor
geschlossen hatte, als wir eintrafen. Glück wieder, dass die Ladenbesitzerin uns in
Richtung zurück verwies mit dem Ausdruck freij (?).. |
 

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Beim Zurückschlendern stand
ein Mann mit Wägelchen auf dem Bürgersteig und schnitt ganz frisch die Matjes zu, legte
sie auf einen Teller, Zwiebeln dabei, auch Gürkchen und irgendwelche Leute standen da und
nahmen sich, einen Guinever gab es obendrauf. Kein Matjes blieb lange liegen. Irgendwann
haben auch wir zugegriffen, dann mutiger noch einen genommen, der Mann wollte einfach kein
Geld, es war alles for free. Und der nächste Hering wurde geschuppt, filettiert, geköpft
und entgrätet. Nach so einer tollen Vorspeise sind
wir dann mit bester Laune zum Hauptgang ins Restaurant gezogen.

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