www.uvis-segeln.de CT - III - 16.06.2009   Private Segelfreunde
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Gestern

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Morgen

Dienstag, der zweie Segeltag

Nachdem gestern bei auffrischendem Wind das Reffen des Großsegels nicht so leicht von der Hand ging (da fehlte doch tatsächlich ein Reffhaken am Mast), war heute „das Reffen raffen“ angesagt.

Nach dem wie immer auswahlreichen und hervorragenden Frühstück sind wir erstmal von Makkum aus brav im Fahrwasser gestartet, auch wenn die vielen anderen Boote gleich die Abkürzung durchs weniger tiefe Wasser nahmen.

Diesemal auf großer Fahrt in Holland

Mitsegler Gerd




Beim Segelsetzen haben wir dann mit Reff 2 angefangen, sind ein bisschen Richtung SSW gesegelt und haben nach einer Halse das Reff 1 und schließlich Vollsegel aufgezogen.

Des Rätsels Lösung ist, dass das Reffen nur mit Reffleine und Großfall vorgenommen wird. Allerdings muss dann doch einer wegen dem rumflatternden Segelrest nach vorne und das Segel in die Lazy Jack stopfen.

Dann kommt ein Großsegler von links bei stehender Peilung immer näher. Wir haben den Baum an Backbord, der Großsegler wohl auch, also haben wir Kurshaltepflicht, der Großsegler sollte ausweichen, tut er aber nicht. Da halten wir uns an die Regel „Stahl vor Plastik“ und luven an, fahren eine Wende und gleich wieder eine Halse, also einen Kreis, um dann hinter dem Segler auf unsern Kurs zurückzukommen.

Frühstück

Wurst zum satt essen

auch die Frische fehlt nicht

 

Rainer hat im Buch die Lösung gefunden: Auf dem Ijsselmeer haben Segler über 20 m Länge grundsätzlich Vorrecht.

Die restliche Fahrt verging mit frischem Wind über die Wellen hüpfend von NO nach SW übers Ijsselmeer, wo wir heute Medemblik ansteuerten.

Da wartete schon eine Leckerei auf uns, wir wussten es nur noch nicht.

Erst mussten wir im Hafen rückwärts einparken, was auch gut gelang. Die Lage heute hatte leider den Nachteil, dass man zur Toilette und zum Duschen zehn Minuten laufen musste. Auf dem Weg dahin erfuhr ich, dass es ganz in der Nähe „Hollandse nieuwe“, neue Matjes gibt.

Pech nur, dass der Laden gerade zehn Minuten zuvor geschlossen hatte, als wir eintrafen. Glück wieder, dass die Ladenbesitzerin uns in Richtung zurück verwies mit dem Ausdruck „freij“ (?)..




Ausfahrt aus Makkum

Die Tonne zum Abbiegen

Rückwärts in Medemblik

Beim Zurückschlendern stand ein Mann mit Wägelchen auf dem Bürgersteig und schnitt ganz frisch die Matjes zu, legte sie auf einen Teller, Zwiebeln dabei, auch Gürkchen und irgendwelche Leute standen da und nahmen sich, einen Guinever gab es obendrauf. Kein Matjes blieb lange liegen. Irgendwann haben auch wir zugegriffen, dann mutiger noch einen genommen, der Mann wollte einfach kein Geld, es war alles for free. Und der nächste Hering wurde geschuppt, filettiert, geköpft und entgrätet.

Nach so einer tollen Vorspeise sind wir dann mit bester Laune zum Hauptgang ins Restaurant gezogen.

 

In welchem Land sind wir?

Hafenmeisterbüro in Medemblik

Matjes frisch

Nun aber Guten Appetit

 

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