www.uvis-segeln.de CT - III - 15.06.2009   Private Segelfreunde
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Segeln Website  -  Revierinfos und Törnberichte  -  Bodensee  -  Come-together-09-III   -  CT - III - 15.06.2009


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Morgen

Montag, der erste Segeltag

Das erste Mal ein Come-together am Ijsselmeer. Dies ist eine Herausforderung und Erwartungshaltung zugleich. Die bisherigen Törns am Bodensee fielen durch einen nahezu immer guten Service, ordentliches Handling, perfekte Boote und eine Zuvorkommenheit perfekt am Kunden, - vor und nach der Buchung, während des Törns, auch beim Check-in und Check-out auf. Immer stand das Gefühl im Raum, als Kunde und Charterer von seinem Vercharterer ordentlich betreut zu sein.

Diesmal ein neues Revier, neue Bedingungen, neuer Vercharterer. Da werden möglicherweise neue Maßstäbe gesetzt. Allerdings, bei der Wahl des Boots sind wir uns mit dem Typ Bavaria 36/37 treu geblieben.

Die Anreise am Vorabend, den 14.06. - damit die Übernachtung zum Törnbeginn war geplant und kostenfrei vereinbart. Das Einchecken sollte gegen 18:00 sein. In zwei Etappen reiste ich an. Zunächst wurden noch Verwandte besucht, dann lies ich den Sonntag gemütlich angehen. So der Plan.

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Skipper Jürgen




In zwei Etappen reiste ich an. Zunächst wurden noch Verwandte besucht, dann lies ich den Sonntag gemütlich angehen. Gegen 12:00 erreichte ich Stavoren, unsere Basis am Außenhafen. Hinter dem Deich war das Büro des Hafenmeisters. Von hier aus konnte der Hafen, davor Kräne und Slip-Anlage, kleine Werkstätten und die vielen Boote, es waren sicherlich mehrere 100 Plätze, gut eingesehen werden. Nördlich der Boote lag ein großes Sanitärgebäude, ein Laden, Bäckerei, Minicafe, Charterbasis, Waschsalon, - etwas entfernt außerhalb des Hafengeländes noch ein Strandrestaurant. Ein sehr großzügiges Parkplatzareal bot jede Menge kostenlose Abstellmöglichkeiten. Wirklich alles tipp-topp, dazu ein Bilderbuchwetter, leichter Wind, Sonne pur, blauer Himmel, vereinzelt Wolken.

Es war Mittagzeit und das Büro des Vercharterers geschlossen. Auf einem Zettel an der Türe stand eine Telefonnummer, die man anrufen konnte. Ein kurzes Durchklingeln mit dem Handy, wenige Augenblicke später öffnete ein Mitarbeiter die Türe und grüßte recht freundlich. Er sagte mir, dass auch der Inhaber und Chef Herr Sommerlad bald kommen würde. Wenige Minuten später begrüßten wir einander und die ersten Formalitäten wurden abgewickelt. Dabei stellte sich heraus, dass das avisierte Boot "Summerjoy" "nicht verfügbar" war und wir stattdessen auf ein anderes bauartgleiches Boot ausweichen könnten. Zudem hätte dies den Vorteil, da es bereits am Freitag zurückgekommen war, sofort übernommen werden zu können. Das war ja super-optimal. Statt um 18:00 einchecken, konnten wir dies bereits ab 14:00 erledigen. Nun denn. So wurde aus der gebuchten "Summerjoy" ein Überraschungs-"Angel".

Zwischenzeitlich traf Gerd aus Freiburg ein. Bis zum abgestimmten Einchecken gingen wir noch in das Strandrestaurant, genossen auf der windgeschützten Terasse die Sonne, durch die durchsichtigen Plexiglasverstärkungen die Wogen der See und den Blick auf zahlreiche Boote. Ein Capuccino, ein Bier und ein erster Fisch mit Chips waren wohl der tpyische Einstieg.

Gegen 14:00 gingen wir zum Charterbüro und schließlich zum Boot. Der Check-in wurde durchgeführt. Jetzt erschrak ich erst einmal. Die Konditionen der Nebenkosten waren gegenüber dem Vertrag erhöht worden und sollten bezahlt werden. Doch ich hatte eine Kopie des unterschriebenen Vertrages dabei und konnte die vereinbarten Kosten der Frühbuchung sichern, zumal die Anzahlung mit 50% bereits viele Monate im voraus auch ohne Sicherungsschein geleistet wurde. Auffällig war noch, dass die Endreinigung, wie wir sie bisher seit über 12 Jahren bei den Chartern in Deutschland und dem Ausland kannten, hier in zwei Posten zerfällt. Vertraglich hatten wir uns auf eine Innenreinigung geeinigt. Neu bei dieser Charter war für uns eine Campiggas-Pauschale von 20,--- Euro (vertraglich 15,-- Euro), egal ob Gas verbraucht wurde oder nicht. Nun ja, - ich verbuche diese Neuerungen unter dem Titel "Erfahrungen, - andere Länder andere Sitten".

Nun gings aber zur Bootsübernahme. Ich fragte nach dem Grund, warum wir das Boot schon früher bekamen. Die Antwort: "Die Vorgängercrew war mit dem Boot auf Grund gelaufen, musste abgeschleppt und das Boot anschließlich aufgekrant werden um eventuelle Schäden an der Unterseite festzustellen".

Charterbasis Stavoren

Jede Menge Boote

Promenade mit Sanitärgebäude

Strandrestaurant

Wir sind im Friesischen angekommen

Basismitarbeiter

So wünscht man sich eine Partnerschaft

Angel, die Bavaria 37

Somit stand es eben jetzt schon zur Verfügung. Ob das allerdings so ein gutes Ohmen war, vermochte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig einzuschätzen.

Was ich auch noch nie erlebt hatte: Bei der Übernahme wurde neben der üblichen Checkliste, mit der die Vollständig- und Funktionstüchtigkeit der einzelnen Komponenten geprüft wurden, eine zweite Liste zur Kenntnis zu gebracht, - in der die unterschiedlichsten Schäden am Boot aufgelistet waren. Mir trieb es die Haare zu Berge, als ich die DIN-A-4-Seite sah, mit allen möglichen Abschürfungen, schwarzen Kratzern, verbogenen Reelingstützen, versetzten Scheuerleisten, Dellen im Heckkorb, beschädigter Reelingsummantelung und noch so manches mehr.

Mit Bezug auf die Reelingstützen wurde ich aufmerksam gemacht, dass diese durch die hängenden Fender beim Passieren der Dalben in den Boxen herrührten und diese sich verharkt hätten. Ein Grund diese vor dem Passieren der Dalben auf Deck zu legen und erst danach an der Schiffswand herunterzulassen. Schließlich konnte ich die meisten Angaben zu den vorhandenen Schäden sowieso nicht beurteilen. Sie kamen mir so minder und kaum erwäheneswert vor, - Ausnahme derer, die wohl offensichtlich waren.

Mit der Begehung stellte sich auch heraus, dass das Boot eigentlich gar nicht so richtig gereinigt war. In allen möglichen Ritzen waren Fliegen, Papier und sonstiger Dreck. Der Basisleiter entschuldigte sich zwar dafür, dass das wohl nicht so ganz okay sei, aber schnell mit einem Eimer Wasser gelöst werden könnte. Mir war es jedenfalls egal, wenn damit so umkompliziert zungegangen werden kann, da wir ja nur die Innenreinigung in Auftrag gegeben hatten.

Die weiteren Erläuterungen zum Check-In verliefen flüssig, - Technik, Motor, Instrumententafel, Sicherheitsausrüstung, Bootspapiere, Polster, Kabinen, Geschirr soweit okay. Der Gläserbestand war etwas ausgedünnt, aber nicht weiter schlimm, da wir nur zu viert waren. Fehlende Schneidebretter wurden auch nachgeliefert.

Was mich weiter wunderte, - bei aller Sorgfalt in der Übergabe, - auf die Segel wurde gar nicht so richtig eingegangen. Ob da nicht im Verborgenen irgendwelche Schäden an den Segeln schlummerten. Dies würden wir aber umgehend feststellen, wenn wir am nächsten Morgen die Persennig abnehmen und die Segel setzen würden.

Alles in allem, wenn man von der riesigen Schadensliste, den Campinggas und den Reinungsmodalitäten absieht, eine zügige und flotte Übernahme durch den Basisleiter, sogar mehrere Stunden früher als vorgesehen, - dafür ein dickes Lob. Später stellten wir noch fest, dass Toilettenpapier und Küchenrollen fehlten, was sonst bei bisherigen Chartern immer an Bord war. Auch hier wurde großzügig mit je einer Rolle ausgeholfen, bis wir am nächsten Morgen einkaufen konnten. Uns wurde hierbei mitgeteilt, dass bei ihren Booten, diese ohne jegliche Kleinmaterialien, Ausnahme Werkzeug und Geschirr übergeben werden. - Also gut, - so sei es denn.




Gerd beim Tranportieren von Proviant

Gerd, fertig vom Transport

Bootsimpressionen

Rainer ist auch angekommen

Auf dem Weg in die City

Gerd und ich holten jetzt mit den Transportwägen Gepäck und Proviant aus den Autos und verstauten alles in den Schapps, unter den Bänken im Salon und im Kühlschrank. Es war genügend Platz da und auch der Einkauf hielt sich durch die überschaubare Crewgröße
(4 statt 6) in Grenzen.

Gegen 16:00 waren wir fertig. Wir machten einen Bummel durchs Hafengelände. Auf einmal sahen wir Willi, etwas später gegen 17:00 kam auch noch Rainer dazu, der zwischenzeitlich sich im Strandrestaurant aufgehalten hatte. Die Freude war groß und vor 18:00 waren wir mit dem gesamten Einräumen fertig. Jetzt wurde der Begrüßungsschluck fällig - ein Sherry, anschließend wurde gleich das Abendessen zubereitet.

Der Pantryplan sah Gerd und Willi als Akteure vor. Bald kamen wir in den Genuss von reichlich Spaghettis mit Schinken und Parmesansauce, dazu gab es Rotwein aus Italien, - einfach perfekt.

Nachdem die Kombüse aufgeräumt war, flogen wir nach Stavoren - ca. 1 km bis zum anderen Hafen und der Minicity entfernt - aus. Das Wetter war gut, die Temperatur mild, der Wind hatte sich beruhigt, die Abendsonne schien. Es war ein beschaulicher Spaziergang, mit netten Schiffen, kleinen geduckten Häusern, bunten mit Blumen versehenen Vorgärten und eben jenen typisch holländischen Grachten an allen Ecken. Nach dem Besuch des  Richtfeuers und der Steuer- und Backbordbefeuerung der Hafeneinfahrt ging es in eine nahe Kneipe. Das erste Bier, auch ein dunkles Tripple-Starkbier mit 9,2% und junger Genever waren mit von der Partie. Es war einfach ein netter Abend, den wir durch die frühe Übernahme so besonders genießen konnten.

Zurück an Bord gab es weiteren Rotwein und manche Leckereien. Bei dieser Gelegenheit prüften wir die Beleuchtung des Bootes. Siehe da, die Arbeitsleuchte und das weiße Fahrtlicht funktionierten auch nicht, also lediglich Rot/Grün-Leuchte, Heckleuchte und Rund-um-Leuchte. Da sich Willi entschieden hatte, den Salon zum Schlafen zu nutzen, konnten wir übrigen drei komfortabel Einzelkabinen nutzen, - es war reichlich Platz. In die Kojen verkrümelten wir uns dann gegen 0:30 am frühen Morgen.

Vorgärten in Friesland (Stavoren)

Hafenfeuer Steuerbord

Der alte Hafen von Stavoren

Richtfeuer Alter Hafen Stavoren

Der erste Kneipengang




Nächster Tag - Montag, jetzt geht es endlich los.

7:00 Aufstehen, Toilettengang, Duschen.

8:00 machte ich das erste Wetter und die relevanten Logbucheintragungen (Wolken, Temperatur, Barometer, Windstärke und -richtung, Luftfeuchigkeit. Der Wetterbericht wurde über Funk auf Kanal 1 gesucht. Stündlich um Viertel nach voller Stunde gab es in Holländisch den Bericht für Küste, Ijssel- und Markenmeer. Anfangs sprachlich gewöhnungsbedürftig, im Laufe des Törns immer besser nachvollziehbar. Unter anderem war zu hören, dass die Sicht über 10 km, der Wind aus Nord Stärke 3 später auf Osten drehend, sei. Sonst keine besonderen Vorkommnisse. Diese Infos wurden in das Logbuch eingetragen.

Nach kurzer Zeit war das Frühstück fertig und wir muffelten was rein ging. In der Phase des Abwaschens besorgte ich die fehlenden Toiletten- und Küchenrollen und stellte gleichzeit noch fest, dass der Schrubber an Bord *lächel* quasi überhaupt nicht funktionstüchtig war. Wie wurde da die Außenreinigung durchgeführt? Der Schrubberstil war am Boot längs festgemacht, die Bürste ohne tiefergehende Verbindung gerade so draufgedrückt.

Bereits beim Abmachen der Bänsel löste sich der Schrubber in zwei Teile auf. Nun, ich rief die Basis an. Der Chef war am Vorabend noch in einen zweiwöchigen Urlaub nach Alcudia/Mallorca aufgebrochen. Folglich teilte ich seiner Vertretung mit, dass die Beleuchtung am Boot, der Schrubber, und wie sich jetzt auch noch herausstellte, die Cockpitbeleuchtung über dem Navitisch ebenfalls nicht funktionierten. Der Vertreter der Basis kam umgehend, tauschte die Birne im Salon und den Schrubber aus. Lediglich bei der Bootsbeleuchtung gab er zu, keine Reperaturen machen zu können, da dazu der ganze Mast umgelegt werden müsse. Nachdem wir keine Nachtfahrt vor hatten, nahmen wir diese Beeinträchtigung billigend in Kauf, was allerdings kein gutes Licht auf den sonst guten Service warf.

Bei dieser Gelegenheit fragten wir noch nach, wie die Rückgabemodalitäten am Freitag zu handhaben seien. Termin war 12:00 für die Rückgabe des Bootes. Wir erhielten die Antwort, dass der Termin zu halten sei, Verzögerungen nicht geduldet werden und das Boot in der Box zur Übergabe bereitstehen müsse. Also gut, sollte doch wohl kein Problem werden, sich darauf einzurichten. Allerdings bedeutete das für uns dann wohl am Freitagmorgen ein frühes Aufstehen, denn von Urk, unserem letzten Ziel des Törns vor Rückgabe, bis Stavoren war es eine ganze Ecke.

Nach der Sicherheitseinweisung, dem Briefing und letzten Toilettengängen ging es an die Abfahrt. Kurze Einweisung, - Gerd und Willi an die Vorleinen, Rainer an die Luv-Achterleine mit dem besonderen Hinweis auf die Dalben zu achten.

Und los gings - Willi am Steuer

Pier in Hindeloopen

Gementehafen von Hindeloopen

St. Gertrudiskerk     Ein anderer Kirchturm

Kircheneingangsportal

Innenansicht

Bei der Entfesselung des Landstroms stellten wir fest, dass jetzt auch noch die Abdeckung der Bordsteckdose defekt war. Der Anschluss konnte nicht richtig abgedichtet werden, - somit entstand ein neues Verlustpotenzial, denn der Deckel konnte abhanden kommen. Wir informierten das Basispersonal. Antwort: "Das ist nicht weiter schlimm, - ist halt bavaria-typisch.

10:30 wurde ausgelaufen. Alles lief perfekt, - die Fender waren oben. Das Boot machte achtern frei, scherte aus der Box und wir fuhren im Fahrwasser des Hafens das erste Mal hinaus auf das Ijsselmeer. Die erste Boje auf der beschriebenen Fahrstraße nach Hindeloopen, unserem Mittagsziel, steuerten wir an. Der Basisleiter hatte empfohlen, sich an den Bojen und Fahrstraßen zu orientieren, da die Untiefen doch häufig unterschätzt würden und immer wieder abgeschleppt werden müsse. Für die Betroffenen bedeutete dies unter Umständen Aufwendungen von bis zu 3.000,-- Euro. Falls nun doch einmal der Fall eintreten würde, so seine Empfehlung,  könne auf eine preiswertere Alternative, die Rettungswacht zurückgegriffen werden, die das Ganze, weil ehrenamtlich, gegen einen Spendenobolus von 50,-- Euro sehr wohl ebenfalls machen könne. Hierfür war eine weitere Erklärung, durch den Vercharterer vorbereitet, ausdrücklich zu unterschreiben. Aber ist ja auch okay, wenn man auf die Besonderheiten des Reviers hingewiesen wird. Also halten wir uns dran:

a. auf keine Untiefe fahren
b. Freitag pünktlich bis 12:00 in die Box einlaufen
c. die Fender beim Einfahren hoch- und erst nach dem Passieren der Dalben herunterzunehmen.

Gegen 13:50 haben wir Hindeloopen erreicht, machten im Alten Hafen, dem früheren Gemeentehaven mit einer perfekten Drehung über backbord seitlich an steuerbord zur Pier zwischen zwei Schiffen fest. Hat perfekt gepasst. Wir springen von Bord, - der Ort ist wirklich putzig und  überschaubar. Auffällig sofort, später stellten wir dies auch an anderen Orten fest, der schiefe Kirchturm. Viele hohe Gebäude sind auf Sand gebaut und neigen sich irgendwie zur Seite. Das sieht schon manchmal richtig zum Schmunzeln aus, wenn verschiedene Gebäude in unmittelbarer Nähe in verschiedenen Richtungen, nur nicht in der Vertikalen, nach oben zeigen. Niedrigeren Gebäude, meist zweistöckig, sieht man das nicht immer sofort an.

Der Besuch in der St. Gertrudiskerk, die zudem durch einen Totenkopf im Portal des Eingangs gezeichnet war, gab ein einfach nüchternes Interieur wieder. Auffällig waren die vielen Kapitänshäuser im Ort. Kapitäne, die für die Amsterdamer Reeder fuhren, wohnten hier. Nach knapp einer Stunde fanden wir zur Anlegestelle zurück. Durch die Blicke auf die Tafeln der Restaurants hatten wir uns schon mächtig Hunger auf die regional an den Dämmen grasenden Lämmer geholt. Immerhin eine Alternative gegenüber Fisch, wie Rainer meinte, der seinen Fischheißhunger schon bis in das Jahr 2015 gesättigt sah. Er mochte nicht unbedingt Fisch.

 
 
 
Makkum - City

Hinsetzen, Zurücklehnen, Anprosten

Westpier

Einlaufmanöver

Fenderverstecke während der Fahrt

Hauptstraße von Makkum

14:45 liefen wir Richtung Makkum aus. Wir setzten die Segel, denn der Wind hatte aufgefrischt und machten gut 5 - 6 Knoten auf der Logge. Kurz vor der Fahrrinne zur Außenschleuse auf die Nordsee, wurde der Wind so heftig, dass wir reffen mussten. Dieses Manöver, das erste dieser Art, ging ganz deutlich daneben. Für den nächsten Tag wurde somit ein besonderes Training von Anbeginn angesagt. Bis wir mit dem Segel-kleiner-machen einigermaßen zufrieden waren, verging fast eine halbe Stunde, wobei wir schon darauf bedacht waren, mit einem ordentlichen Tuch weiterzusegeln. Die See wurde so heftig, dass wir noch nicht einmal mehr die Persenning aufs Segeln bringen konnten und uns mit einem Festbänseln begnügen mussten.

Gegen 18:00 erreichten wir Makkum. Zuvor hatte uns Willi schön durch die Tonnenpaare gelotst, - immer fleißig rechts steuerbord, grün und spitz, backbords, rot und stumpf. Die Einfahrt bis zum Fischerhafen (es war der letzte einer Reihe verschiedener Häfen) war mit 2 sm recht lang. Wir fuhren zwischen zwei vorgelagerten Inseln durch. Links ein Naturschutzgebiet, dass nicht betreten werden durfte. Recht ein Eiland mit Wochenendhäusern besiedelt. Schließlich fuhren wir an einem großen Yachthafen vorbei, bis wir hinter einem großen silbrigglänzentden Werftgebäude, die dahinterliegenden Gästeplätze erreichten.

Vor uns schnappte ein Boot sich den letzten Kopfstegliegeplatz für Gästelieger, die hier in den Niederlande als Passanten bezeichnet werden. Der Versuch in der letzten Reihe in eine Box zu gelangen verlief nicht positiv. Die Box war zu schmal. Wir brachen zuvor ab und verholten in eine Reihe davor. Dort reichte es dann. Ordentlich die Fender hochgemacht vor dem Einlaufen, trugen wir dazu bei, dass keine Reibereien am Boot entstanden und gar die Reeling durch gequetsche Fender gebogen würde.

Nach dem Anlegen ging ich zum Hafenbüro. Das Hafengeld betrug 13,-- Euro. Ich bekam eine seltsame Quittung auf der kein Geldbertrag stand, sondern eine Nummer und das ganze noch mit Klebestreifen versehen. Schon komisch. Am nächsten Morgen erfuhr ich, dass man dieses "Band mit Nummer und Klebestreifen" um die Reeling bindet, um zu dokumentieren, dass die Liegegebühren bezahlt waren.

Nach einem kurzen Toilettengang und einer Dusche ging es dann auf Landausflug. Es war schon etwas spät geworden und die Sonne neigte sich dem Horizont zu. Genau noch richtig, um in dem sehr übersichtlichen Makkum nach erfolgter Inspektion der ansässigen Gastronomieaushänge, vor der letzten Kneipe noch einen Platz an der Sonne zu ergattern. Bier mit schönem Wein, viel Fisch, auch Lendenstücke und immer irrer gute Beilagen, rundeten den Abend in der untergehenden Sonne ab. Als die Sonne weg war und es uns kühler wurde, ging es zurück an Bord der Angel.

Hier gab es wieder Wein, Kekse, Studentenfutter, Haribos, Sherry und eine nette Unterhaltung. Bereits eine Stunde früher als gestern kamen wird dann noch vor 24:00 in die Koje.

Bummel durch Makkum

Nur gucken, nur gucken !!!

Lachs zum sattessen

Allerlei Fisch paniert

Schweinelendchen und etwas dabei

Friesischer Grillteller

 

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