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Freitag, der fünfte Segeltag

Unsere letzte Nacht haben wir in Friedrichshafen verbracht.

Kurz nach Mitternacht präsentierte Horst uns noch eine ganz zauberhafte Dessousvorführung. Seine gelben Boxershorts, mit blauen Segelbooten drauf, haben uns sofort wieder hellwach werden lassen.

Heide und ich hatten nach dem letzten Glas Wein an Deck schon leicht geschwächelt, aber das hat uns absolut vom Hocker gerissen.

Wenn jemand spontan etwas zusagt, dann ist das Elli

Mitseglerin Elli




Am anderen Morgen wurden wir wie gewohnt durch heftiges Poltern an Deck, genau über unseren Köpfen, so gegen 5.30 geweckt. War das wieder die Gazelle?!?

Die dortige "Marina" befand sich in zwei Containern nach Männlein und Weiblein getrennt. Gesichert war das ganze durch einen Schließmechanismus mit Zahlenkombination, die wir am Vorabend vom Hafenmeister in einem Kuvert erhalten haben. Das Öffnen der Türe erwies sich allerdings für einige unserer Herren als schier unüberwindbare Barriere, die nur mit Hilfe von bekannten und unbekannten weiblichen Wesen überwunden werden konnte. Teilweise mussten sie in ihrer Bedrängnis auch den Damenwaschsalon benutzen.

Horst on Dessous-Show  Horst kann ja so seriös sein *lächel* Das Wetter war frühmorgens noch nicht so berauschend, doch der anfängliche Nieselregen ließ schnell nach.

Heide und Gottfried zauberten aus den Resten ein ausgiebiges Frühstück. Danach folgte noch ein kurzes Briefing und beim Ablegen strahlte bereits wieder die Sonne. Als wir den Hafen hinter uns gelassen hatten, verlockte uns ein frischer Wind mit 10 – 11 Knoten dazu unsere Segel aufzuziehen (heißt das so?) Aber wie so oft in dieser Woche, die steife Brise erschlaffte nach kurzer Zeit wieder zum lauen Lüftchen und wir tuckerten genüsslich mit Motorkraft auf unseren Heimathafen Sipplingen zu. Unterwegs wurde in Wallhausen noch Ballast (Fäkalien) abgeworfen und der Dieseltank befüllt.




Heide, Jürgen, Horst

Vesper zwischendurch

Kurz nach 15 Uhr legten wir in Sipplingen an und konnten dann in aller Ruhe das Boot ausräumen und alle Sachen wieder im Kofferraum verstauen. Den gemütlichen Schlusspunkt setzten wir noch im dortigen Biergarten mit verschüttetem Bier, Kaffee und Cappuccino.

Danach fuhren nach einem herzlichen Abschied alle wieder in verschiedenen Richtungen davon.

Mein Resümee nach diesen sechs Tagen: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich mit mir fremden Menschen soviel Spaß, Jux und Dollerei entwickelt und sich so nette und herzliche Freundschaften anbahnen. Auch habe ich jetzt doch wenigstens eine kleine Ahnung vom Segeln und beherrsche sogar drei verschiedene Knoten…. (ist noch ausbaufähig)

Elli bei der Knotenkunde

Abschied nehmen im Biergarten

 


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