www.uvis-segeln.de CT - I - 21.05.2009   Private Segelfreunde
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Morgen

Donnerstag, der vierte Segeltag

Heute wechselt der Küchendienst auf Heide und mich. Und heute ist für mich ein großer Tag, da doch meine Frau und meine beiden Töchter Deborah (7) und Luisa, die gestern 10 geworden ist, kommen. Ich freue mich auf die Gelegenheit, sie kulinarisch zu verwöhnen und ihnen zu zeigen, wie schön Segeln mit Kindern sein kann.

Früh um 6:30 geht es los, Heide rappelt schon in der Küche vor unserer Kabine. Kurz nach halb 8 treffen die Geliebten ein und alle frühstücken. Es gibt extra Weißwürstl. Danach erhalten die Tagesgäste ihre Sicherheitseinweisung, die kleinen und großen Schwimmwesten werden anprobiert. Bereits um 9:50h laufen wir aus, neuer Rekord. Vom Technischen läuft das Ablegen inzwischen routiniert ab. Traude, Deborah und Luisa fahren die Motormanöver und können es. Dann werden Knoten geübt.

Der Kopf immer gut behütet

Mitsegler Gottfried




Plan ist für heute, bis ordentlich auf den Obersee zu fahren und in Friedrichshafen zu übernachten, da Traude von dort per Zug das Auto nachholen kann. Wieder ist kein Wind und wir motoren zügig zur Höhe Fährlinie Meersburg Konstanz, dem deutschen Ufer näher. Die Sonne scheint wunderschön. Dann zeigt sich plötzlich, dass der Fäkalientank unerwartet bereits voll anzeigt, wir laufen den versteckten Hafen Schloß Kirchberg an zum Schnuddeln, was gut klappt. Leider dürfen wir an dem idyllischen Hafen mit sehr einladendem Kaffee und benachbartem Spielplatz unter Bäumen nicht bleiben, Jürgen möchte zügig nach FN fahren. Dies ist Plan B: den Mittag in FN promenieren und abends, wenn Wind kommt, erneut auslaufen und eine Runde segeln und Baden vom Boot aus, darauf sind v.a. die Kinder scharf.

Heide und ich bereiten leckere Salate mit Thunfisch, Käse und Schinken und Weißwürsten vor und um 14:30h laufen wir nach 19sm unter Motor in FN im Berufshafen ein. Im Becken müssen wir eine Extrarunde drehen, um einem ausfahrenden Ausflugsdampfer auszuweichen, was Jürgen routiniert erledigt, wir Unerfahrenen denken – ist das Heck nah!

Angelegt wird römisch-katholisch über Mooring an Backbord, für mich das erste Mal, so dass ich den kleinen Moment zunächst verpasse, die Vorleine durchzustecken, aber per Bootshaken klappts. Traude hat vorgegessen und macht sich per Zug auf den Weg nach Sipplingen, das Auto nachzuholen.

Deborah leitet starke Manöver ein, Luisa passt auf

Luisa, junge Steuerfrau und ihr Team

Auch mal Hand anlegen   Schnuddeln in Kirchberg

Nun kommt der Klops. Wir liegen auf dem angeblich letzten Platz und dürfen nicht mehr auslaufen, wenn wir ihn halten wollen. Diskussion. Die Kinder und ich wollen natürlich auslaufen, z.B. zurück nach Schloß Kirchberg, Traude auch, weiß aber von nichts, bei den Damen und bei Jürgen ist es nicht so eindeutig, es lockt die Promenade und wer weiß, ob wir anderswo einen Platz bekommen. Der Hafenmeister von Schloß Kirchberg kann 30min. lang telefonisch nicht erreicht werden und Jürgen legt als Skipper fest, es wird geblieben.

Mittlerweile hatten wir gegen 15:15 Uhr also zunächst Mittag gegessen. Es zeigt sich nun ein verstopftes Abflußventil in der Küche. Es wird gemeinschaftlich repariert. Die Kombüse wird aufgeräumt, es folgen Toilettengänge und die Kinder wollen jetzt auf dem Rückweg auf einen Baum klettern.

Schon ist es 17 Uhr und Traude ist zurück. Um die Kinder jetzt per Bootsmannsstuhl in das Rigg zu hieven, ist es jetzt auch schon zu spät, daher teilt die Gesellschaft sich auf: die Großen gehen auf die Promenade, die Kleinen mit Familie pilgern die Promenade durch zur Badebucht, wo wir tatsächlich bei gefühlten 17° baden.

Dann treffen wir uns im Gasthof zur Stadtmauer am See und es gibt ein ordentliches Essen. Die Kinder locken Horst mit Vergnügen scherzfragend aufs Glatteis und spielen Biberbande. Wind kam erst gegen 18:30 Uhr und für 30-40min. auf. Angesagt ist Sturm.




Märchenstunde

Immenstaad

Nach dem Abschied von den Tagesgästen, die heute bei alten Freunden aus Singen übernachten, machen wir uns bettfertig.

Der Code für die Sanitäranlagen reagiert offenbar personenspezifisch, ein Phänomen, was Horst zu mehrfachen Kontrollgängen inspiriert, was aber nicht gelöst werden kann. Beim Wein im Cockpit um den aufgebauten Tisch fallen fast allen die Augen zu. Noch später können wir vom Boot aus eine gigantische Seebeleuchtung im Westen ansehen, ohne viel Regen. Was sich hinter einer spätabendlichen Modenschau einmal anders verbirgt, bleibt den Crew-Mitgliedern vorbehalten. Alle hoffen auf morgen, dass sich für uns noch eine Chance zu Segeln ergibt.

Versteckspiele hinter Gottfried

Friedrichshafen mit Raddampfer Hohentwiel

 


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