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Dienstag, der zweite
Segeltag Nach dem es gestern stark bewölkt,
kühl und trotzdem recht windstill war, hoffen wir heute auf Sonne und natürlich Wind,
Wind und nochmals Wind. Aber zuerst einmal heißt es zeitig aufstehen, denn Jürgen und
ich sind ab heute mit dem Zubereiten der Mahlzeiten dran.
Nach kurzer und von einigen Unterbrechungen
gekennzeichneten Nacht ( Jürgen war mit seinen obligatorischen Sägearbeiten beschäftigt
) ging es erst einmal zum Duschen. Beim ersten Blick in den Himmel konnte man es bereits
ahnen: Es wird sonnig und warm. Wind- Fehlanzeige. Aber es war ja auch noch früh am
Morgen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Das Frühstück stand genauso pünktlich um 7.30 Uhr auf
dem Tisch wie unsere heutigen Tagesgäste Elke und Thordis auf dem Schiff. |
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 Mitsegler
Ralf |
| Nachdem wir ausgiebig gegessen
hatten, wurde erst mal wieder Ordnung geschaffen. Heide
genoss den Anblick von zwei Männern, die sich mit dem Abwasch mühten. Elke und Thordies
bekamen von Horst einen Überblick über das Schiff sowie eine Sicherheitseinweisung.
Danach begann um 9.00 Uhr das alltägliche Briefing. Jürgen weihte uns in die Pläne für
den Tag ein und zog Bilanz des letzten Tages. Auch die Meinung der gesamten Crew war
hierbei natürlich gefragt. Wir waren uns einig, dass es für diese bunt zusammen
gewürfelte Mannschaft ein sehr erfolgreicher erster Tag war und wir uns untereinander
prächtig verstehen.
Nach dem Briefing war Zeit für letzte Toilettengänge.
Da die Sonne jetzt schon mächtig brannte, war vor dem
Auslaufen allgemeines Eincremen angesagt. Unsere Tagesgäste hatten hierbei die ehrenvolle
Aufgabe, den Crewmitgliedern die Rücken einzucremen. Herrlich!!!
Anschließend kamen noch die gesamten Vorbereitungen zum
Auslaufen ( Kühlschrank füllen, Gashahn schließen Luken schließen usw. )
Pünktlich um 10.00 Uhr kam das Kommando zum Auslaufen.
Da wir ja die ganze Prozedur vom Montag her kannten,
klappte alles hervorragend. Jeder war auf seinem Platz und wusste was er zu tun hatte.
Als Erstes wurden wieder einige Manöver gefahren, damit
alle ( vor allem die absoluten Neulinge wie Elli und ich ) ein Gefühl für das Schiff
bekommen und im Ernstfall nicht dastehen wie die Napfsülzen und nicht wissen wo vorn und
hinten ist. |
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Dann kam zur Freude
der gesamten Besatzung Wind auf. Nicht viel, aber man freut sich ja auch über
Kleinigkeiten. Also hieß es Segel setzen und kreuzen was das Zeug hält. Dabei durfte
auch ich ans Steuer. Wahnsinn!! War eine völlig neue Erfahrung für mich. Die Tour ging bis zu einer kleinen Bucht bei der Insel Mainau.
Das Vorsegel wurde eingeholt und wir steuerten die besagte
Bucht an um dort zu ankern.
Gottfried und ich hatten die Aufgabe den Anker zu werfen.
Nachdem Jürgen zwei Runden mit dem Schiff gedreht und sich einen Überblick über die
Wassertiefe verschafft hatte, stand der optimale Ankerplatz fest. Als das Schiff fest vor
Anker lag, wurde auch sofort der Mittagsimbiss vorbereitet, denn Segeln macht ja
bekanntlich hungrig. Als alle gesättigt waren kam die spontane Idee ( keine Ahnung von
wem ) mal baden zu gehen. Es kostete zwar einige Überwindung, aber wenn man erst mal im
Wasser war, war es doch sehr erfrischend ( man kann auch sagen es war A
. kalt ).
Nachdem sich alle wieder aufgewärmt hatten, wurde der Anker gelichtet und die Rückfahrt
angetreten. Wer jetzt dachte, mit tollem Rückenwind nach Sipplingen zurück zu segeln sah
sich leider getäuscht. Es war wieder einmal Flaute. Also den Motor anwerfen und zurück
zum Heimathafen fahren. Um die Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, haben Horst
und Gottfried uns Landratten einige wichtige Seemannsknoten beigebracht, was sich in den
nächsten Tagen als sehr hilfreich herausstellen sollte. Zwischendurch blieb natürlich
auch genügend Zeit zum Sonnenbaden.
Pünktlich um 18.00 Uhr erfolgte das Einlaufen in den Hafen
und das Festmachen des Schiffes. Auch hier lief alles glatt. |
 

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Als alle Arbeiten an Bord erledigt waren
trafen wir uns an Deck um mit dem obligatorischen Anlegebier auf den
erfolgreichen Tag anzustoßen. Etwas plagte uns
schon wieder. Der Hunger. Also frisch machen und umziehen.
Zum Abendessen sind wir dann zum Biergarten gepilgert. Um
es vorwegzunehmen- es ist nicht empfehlenswert. Der Fisch war trocken und geschmacklich
eher wie ein Stück Pappe. Diese Lokalität sollte bei künftigen Törns ausgelassen
werden ( zumindest für das Essen ).
Den weiteren Abend verbrachten wir wieder auf dem Schiff um
ihn in gemütlicher Runde bei Wein und Ouzo ausklingen zu lassen. Thordis und Elli
erwiesen sich als wahre Unterhaltungskünstler.
Ein wunderschöner Tag, dem noch weitere folgten, ging zu
Ende. |
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