www.uvis-segeln.de CT - I - 19.05.2009   Private Segelfreunde
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Gestern

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Morgen

Dienstag, der zweite Segeltag

Nach dem es gestern stark bewölkt, kühl und trotzdem recht windstill war, hoffen wir heute auf Sonne und natürlich Wind, Wind und nochmals Wind. Aber zuerst einmal heißt es zeitig aufstehen, denn Jürgen und ich sind ab heute mit dem Zubereiten der Mahlzeiten dran.

Nach kurzer und von einigen Unterbrechungen gekennzeichneten Nacht ( Jürgen war mit seinen obligatorischen Sägearbeiten beschäftigt ) ging es erst einmal zum Duschen. Beim ersten Blick in den Himmel konnte man es bereits ahnen: Es wird sonnig und warm. Wind- Fehlanzeige. Aber es war ja auch noch früh am Morgen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Das Frühstück stand genauso pünktlich um 7.30 Uhr auf dem Tisch wie unsere heutigen Tagesgäste Elke und Thordis auf dem Schiff.

Das Greenhorn aus Berlin

Mitsegler Ralf




Nachdem wir ausgiebig gegessen hatten, wurde erst mal wieder Ordnung geschaffen.

Heide genoss den Anblick von zwei Männern, die sich mit dem Abwasch mühten. Elke und Thordies bekamen von Horst einen Überblick über das Schiff sowie eine Sicherheitseinweisung. Danach begann um 9.00 Uhr das alltägliche Briefing. Jürgen weihte uns in die Pläne für den Tag ein und zog Bilanz des letzten Tages. Auch die Meinung der gesamten Crew war hierbei natürlich gefragt. Wir waren uns einig, dass es für diese bunt zusammen gewürfelte Mannschaft ein sehr erfolgreicher erster Tag war und wir uns untereinander prächtig verstehen.

Nach dem Briefing war Zeit für letzte Toilettengänge.

Da die Sonne jetzt schon mächtig brannte, war vor dem Auslaufen allgemeines Eincremen angesagt. Unsere Tagesgäste hatten hierbei die ehrenvolle Aufgabe, den Crewmitgliedern die Rücken einzucremen. Herrlich!!!

Anschließend kamen noch die gesamten Vorbereitungen zum Auslaufen ( Kühlschrank füllen, Gashahn schließen Luken schließen usw. )

Pünktlich um 10.00 Uhr kam das Kommando zum Auslaufen.

Da wir ja die ganze Prozedur vom Montag her kannten, klappte alles hervorragend. Jeder war auf seinem Platz und wusste was er zu tun hatte.

Als Erstes wurden wieder einige Manöver gefahren, damit alle ( vor allem die absoluten Neulinge wie Elli und ich ) ein Gefühl für das Schiff bekommen und im Ernstfall nicht dastehen wie die Napfsülzen und nicht wissen wo vorn und hinten ist.

Ralf - Kombüsendienst

Das Frühstück ist angerichtet

Ralf und Thordis beim Knoten üben

Thordis (Steuer) und Elke (Support)

Ankersuche vor der Mainau

Dann kam zur Freude der gesamten Besatzung Wind auf. Nicht viel, aber man freut sich ja auch über Kleinigkeiten. Also hieß es Segel setzen und kreuzen was das Zeug hält. Dabei durfte auch ich ans Steuer. Wahnsinn!! War eine völlig neue Erfahrung für mich.

Die Tour ging bis zu einer kleinen Bucht bei der Insel Mainau.

Das Vorsegel wurde eingeholt und wir steuerten die besagte Bucht an um dort zu ankern.

Gottfried und ich hatten die Aufgabe den Anker zu werfen. Nachdem Jürgen zwei Runden mit dem Schiff gedreht und sich einen Überblick über die Wassertiefe verschafft hatte, stand der optimale Ankerplatz fest. Als das Schiff fest vor Anker lag, wurde auch sofort der Mittagsimbiss vorbereitet, denn Segeln macht ja bekanntlich hungrig. Als alle gesättigt waren kam die spontane Idee ( keine Ahnung von wem ) mal baden zu gehen. Es kostete zwar einige Überwindung, aber wenn man erst mal im Wasser war, war es doch sehr erfrischend ( man kann auch sagen es war A…. kalt ). Nachdem sich alle wieder aufgewärmt hatten, wurde der Anker gelichtet und die Rückfahrt angetreten. Wer jetzt dachte, mit tollem Rückenwind nach Sipplingen zurück zu segeln sah sich leider getäuscht. Es war wieder einmal Flaute. Also den Motor anwerfen und zurück zum Heimathafen fahren. Um die Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, haben Horst und Gottfried uns Landratten einige wichtige Seemannsknoten beigebracht, was sich in den nächsten Tagen als sehr hilfreich herausstellen sollte. Zwischendurch blieb natürlich auch genügend Zeit zum Sonnenbaden.

Pünktlich um 18.00 Uhr erfolgte das Einlaufen in den Hafen und das Festmachen des Schiffes. Auch hier lief alles glatt.




Ralf aus dem Wasser

Jürgen beim Abtrocknen

Elli mit Schwan Jean Luc

Als alle Arbeiten an Bord erledigt waren trafen wir uns an Deck um mit dem obligatorischen „ Anlegebier “ auf den erfolgreichen Tag anzustoßen.

Etwas plagte uns schon wieder. Der Hunger. Also frisch machen und umziehen.

Zum Abendessen sind wir dann zum Biergarten gepilgert. Um es vorwegzunehmen- es ist nicht empfehlenswert. Der Fisch war trocken und geschmacklich eher wie ein Stück Pappe. Diese Lokalität sollte bei künftigen Törns ausgelassen werden ( zumindest für das Essen ).

Den weiteren Abend verbrachten wir wieder auf dem Schiff um ihn in gemütlicher Runde bei Wein und Ouzo ausklingen zu lassen. Thordis und Elli erwiesen sich als wahre Unterhaltungskünstler.

Ein wunderschöner Tag, dem noch weitere folgten, ging zu Ende.

Horst im Wasser

Thordis interessiert und kritisch

Im schattigen Biergarten

 


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