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Donnerstag, der vierte Segeltag Unsere
nächtliche Anlegestelle im Hafen Maichle & Mohr / Ultramarin in Gohren/Kressbronn ist
ein sehr großes Wassersportzentrum mit modernen, sauberen sanitären Anlagen, Restaurants und einem großen Geschäft in dem man Zubehör
für den Wassersport kaufen kann. Hier gibt es
alles vom Bootshaken, über Leinen, wetterfeste Kleidung etc.
Nachdem
wir nun Mittwochabend am Bootssteg Bug angelegt hatten und der Höhenunterschied zwischen
Steg und Bug recht hoch war, organisierte ich kurzerhand im Hafenrestaurant eine stabile
Sprudelkiste, die uns Mädels als Zwischenstufe diente und den Höhenunterschied ausglich.
Tja, nicht jeder hat so lange Beine wie die Jungs an Bord :-)
Nach
einer angenehmen Nachtruhe, einem komaähnlichen Schlaf und der Vorfreude auf einen
weiteren lustigen Segeltag begannen Jürgen und ich mit unserem Kombüsendienst
d.h. ein üpppiges Frühstücksmahl für die Crew und die Tagesgäste zuzubereiten. Dem
Einen oder anderen der Crew fiel es doch recht schwer morgens beizeiten aufzustehen, und
nachdem Marina und ich zwei Tage zuvor Gerhard und Markus liebevoll mit dem Tröten des
Nebelhorns durch die Bootsluke behutsam aus dem Schlaf getrötet hatten, klappte seither
das Aufstehen super gut! Einen besonderen Dank an das immer funktionierende Nebelhorn :-)
Da soll mal einer sagen, Frauen sind nicht erfindungsreich! Es war jedenfalls absolut
zielführend *schmunzel*. |
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 Mitseglerin
Michaela |
Nachdem unsere Tagesgäste Milena und Gerhard pünktlich an Bord
kamen, nicht ohne wohlwollendes Nicken von Milena in Hinblick auf unsere feudale
Zwischenstufe, konnten wir das zwischenzeitlich vorbereitete Frühstück beginnen.
Nachdem
dieses vollendet war, die Crew samt Gästen satt und zufrieden zurücklehnten und unser
allmorgendliches Briefing stattfand, konnte nun im Anschluss daran die Vorbereitung für
das Auslaufen starten. Das hieß in Kurzform: Lebensmittelvorräte verstauen, Geschirr
spülen und abtrockenen, Getränke kalt legen, sämtliche Luken, Gashahn und alle
Seeventile schliessen.
Die
Wettervorhersage für diesen Tag sagte uns, dass wir wenig bis gar keinen Wind haben
werden und aufgrund dessen die Planung für diesen Tag geändert wurde. Wir beschlossen
unter Motor auf den See rauszufahren und diverse Motormanöver wie Halbkreise, Vollkreise,
Übungen zum römisch katholischen Anlegemanöver durch zu führen. Besonders für
unerfahrene Segler ist es hilfreich zu sehen und spüren, wie das Schiff unter Motor
manövriert werden kann.
Im Laufe
des Tages setzten wir noch einige Male Segel, und zum großen Leidwesen von Milena und
Gerhard, die sich schon aufs richtige Segeln gefreut hatten, war nicht genügend Wind
vorhanden, so dass wir nachmittags beschlossen unter Motor unser Ziel im Yachthafen Lindau
anzulaufen um dort an der Seepromenade zu flanieren und Eis essen zu gehen. |
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Auf
dem Kurs nach Lindau gab es um die Mittagszeit, während das Boot langsam vor sich hin
dümpelte unsere obligatorischen, lecker zubereiteten Schnittchen. Die fanden wie stets
freudige Abnehmer und frisch gestärkt legten wir danach an Fahrt zu und steuerten den
Yachthafen an. Nach einem Anlegeversuch in eine Box, bei der sich
herausstellte, dass unser Boot etwas zu klein für diese Lücke war, starteten wir auf der
ggü. liegenden Seite einen erneuten Versuch in eine etwas größere Box und legten dann
Bug voraus an. Einige von uns machten sich in aller Eile landfein und dann ging es im
Spazierschritt ab auf die Seepromenade, bei der wir sogleich nach ca. 200 m erfolgreich
ein Seecafé ansteuerten. Einige von uns bestellten einen kurzen Mittagssnack, andere
wiederum leckere Eisbecher und Eiskaffees.
Kurz und knapp: es war ein
geselliger Ausflug mit Gaumenfreuden. Nachdem die Teller und Becher geleert waren, die
Rechnung aus der Bordkasse beglichen war ging es wieder frisch gestärkt zurück zum Boot.
Ein 1a perfekt getrimmtes Team legte sodann vom Steg ab und wir begaben uns wieder auf den
See Richtung abendliches Ziel Hafen Maichle & Mohr in Kressbronn
Nach einem sehr
unterhaltsamen Seetag legten wir zeitig dann in unserem morgendlichen Ausgangshafen in
Kressbronn wieder an und freuten uns alle nach so viel frischer Luft nach
einem leckeren Anlegebier, einer ausgiebigen Dusche und selbstverständlich unseren
bevorstehenden Restaurantbesuch ins stark frequentierte Fischerstüble. |
 


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Nachdem wir dann gemeinsam an Land gingen und inklusive unseren
Tagesgästen Milena und Gerhard zum fußläufigen Fischerstüble marschierten, wurde unser langes Warten auf einen
Tisch am Vortag mit einem super leckeren Abendmenü belohnt. Bei Wein und tollen
Gesprächen mit unseren Gästen ging der Tag wundervoll abgerundet zu Ende. Nachdem wir
alle satt, behäbig und zufrieden waren, luden wir Milena und Gerhard noch zu einem
Schlummertrunk an Bord ein. Da ein Seetag und so viel frische Luft sehr müde macht,
wollten die beiden lieber die Heimreise antreten. Immerhin hatten sie noch 1,5 Std.
Richtung Kempten zu fahren. Nach einem nächtlichem Spaziergang zurück zu unserem Boot,
begleitet von unterhaltsamen Gesprächen, verabschiedeten wir Milena und Gerhard herzlich.
Wieder
zurück an Bord gab s noch einen kleinen Schlummertrunk. Einen kleinen
Wermutstropfen gab es ja doch zu beklagen: die Abreise unseres Crewmitgliedes Markus
unserem Schwyzer Burschi der leider am Freitag an einem Betriebsausflug nach
Mallorca teilnahm und gleich nach dem Anlegen in Kressbronn von seinem Bruder abgeholt
wurde.
Alles in
Allem waren wir ein super tolle Crew mit einem professionellen und erfahrenen Skipper und
hatten die Woche unermesslich viel Spaß und verstanden uns prima. Ebenso sind aus dieser
Törn tolle Freundschaften entstanden, die bereits auch nach der Törn ein begeistertes
Wiedersehen mit sich brachte. Ich hoffe wir haben noch viele solch schöner Treffen,
pflegen langanhaltende Freundschaften und erleben noch tolle Segelabenteuer miteinander.
Einen besonderen Dank an unseren Skipper Jürgen und dessen Gattin Monika, die so viel
Einsatz und Herzensblut in die Vorbereitung und Durchführung solcher Törns einbringen! |
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