www.uvis-segeln.de CT - I - 22.05.2008   Private Segelfreunde
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Segeln Website  -  Revierinfos und Törnberichte  -  Bodensee  -  Come-together-08-I    -  CT - I - 22.05.2008


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Donnerstag, der vierte Segeltag

Unsere nächtliche Anlegestelle im Hafen Maichle & Mohr / Ultramarin in Gohren/Kressbronn ist ein sehr großes Wassersportzentrum mit modernen, sauberen sanitären Anlagen, Restaurants  und einem großen Geschäft in dem man Zubehör für den Wassersport  kaufen kann. Hier gibt es alles vom Bootshaken, über Leinen, wetterfeste Kleidung etc.

Nachdem wir nun Mittwochabend am Bootssteg Bug angelegt hatten und der Höhenunterschied zwischen Steg und Bug recht hoch war, organisierte ich kurzerhand im Hafenrestaurant eine stabile Sprudelkiste, die uns Mädels als Zwischenstufe diente und den Höhenunterschied ausglich. Tja, nicht jeder hat so lange Beine wie die Jungs an Bord :-)

Nach einer angenehmen Nachtruhe, einem komaähnlichen Schlaf und der Vorfreude auf einen weiteren lustigen Segeltag begannen Jürgen und ich mit unserem Kombüsendienst – d.h. ein üpppiges Frühstücksmahl für die Crew und die Tagesgäste zuzubereiten. Dem Einen oder anderen der Crew fiel es doch recht schwer morgens beizeiten aufzustehen, und nachdem Marina und ich zwei Tage zuvor Gerhard und Markus liebevoll mit dem Tröten des Nebelhorns durch die Bootsluke behutsam aus dem Schlaf getrötet hatten, klappte seither das Aufstehen super gut! Einen besonderen Dank an das immer funktionierende Nebelhorn :-) Da soll mal einer sagen, Frauen sind nicht erfindungsreich! Es war jedenfalls absolut zielführend *schmunzel*.

Mein erste Mal hier bei den Segelfreunden

Mitseglerin Michaela




Nachdem unsere Tagesgäste Milena und Gerhard pünktlich an Bord kamen, nicht ohne wohlwollendes Nicken von Milena in Hinblick auf unsere feudale Zwischenstufe, konnten wir das zwischenzeitlich vorbereitete Frühstück beginnen.

Nachdem dieses vollendet war, die Crew samt Gästen satt und zufrieden zurücklehnten und unser allmorgendliches Briefing stattfand, konnte nun im Anschluss daran die Vorbereitung für das Auslaufen starten. Das hieß in Kurzform: Lebensmittelvorräte verstauen, Geschirr spülen und abtrockenen, Getränke kalt legen, sämtliche Luken, Gashahn und alle Seeventile schliessen.

Die Wettervorhersage für diesen Tag sagte uns, dass wir wenig bis gar keinen Wind haben werden und aufgrund dessen die Planung für diesen Tag geändert wurde. Wir beschlossen unter Motor auf den See rauszufahren und diverse Motormanöver wie Halbkreise, Vollkreise, Übungen zum römisch katholischen Anlegemanöver durch zu führen. Besonders für unerfahrene Segler ist es hilfreich zu sehen und spüren, wie das Schiff unter Motor manövriert werden kann.

Im Laufe des Tages setzten wir noch einige Male Segel, und zum großen Leidwesen von Milena und Gerhard, die sich schon aufs richtige Segeln gefreut hatten, war nicht genügend Wind vorhanden, so dass wir nachmittags beschlossen unter Motor unser Ziel im Yachthafen Lindau anzulaufen um dort an der Seepromenade zu flanieren und Eis essen zu gehen.

Das "übliche" Frühstück mit Tagesgästen

Dort oben ist der Verklicker

und hier wird gesteuert

Michaela, - nett immer ablenken

Auf dem Kurs nach Lindau gab es um die Mittagszeit, während das Boot langsam vor sich hin dümpelte unsere obligatorischen, lecker zubereiteten Schnittchen. Die fanden wie stets freudige Abnehmer und frisch gestärkt legten wir danach an Fahrt zu und steuerten den Yachthafen an.

Nach einem Anlegeversuch in eine Box, bei der sich herausstellte, dass unser Boot etwas zu klein für diese Lücke war, starteten wir auf der ggü. liegenden Seite einen erneuten Versuch in eine etwas größere Box und legten dann Bug voraus an. Einige von uns machten sich in aller Eile landfein und dann ging es im Spazierschritt ab auf die Seepromenade, bei der wir sogleich nach ca. 200 m erfolgreich ein Seecafé ansteuerten. Einige von uns bestellten einen kurzen Mittagssnack, andere wiederum leckere Eisbecher und Eiskaffees.

Kurz und knapp: es war ein geselliger Ausflug mit Gaumenfreuden. Nachdem die Teller und Becher geleert waren, die Rechnung aus der Bordkasse beglichen war ging es wieder frisch gestärkt zurück zum Boot. Ein 1a perfekt getrimmtes Team legte sodann vom Steg ab und wir begaben uns wieder auf den See Richtung abendliches Ziel Hafen Maichle & Mohr in Kressbronn

Nach einem sehr unterhaltsamen Seetag legten wir zeitig dann in unserem morgendlichen Ausgangshafen in Kressbronn wieder an und freuten uns alle – nach so viel frischer Luft – nach einem leckeren Anlegebier, einer ausgiebigen Dusche und selbstverständlich unseren bevorstehenden Restaurantbesuch ins stark frequentierte „Fischerstüble“.




Wahrschau nach allen Seiten, wann kommt die Boje über Bord?

Siesta, die erste

Siesta dauert eben heute länger

Markus mustert ab, eine liebevoller Bruder kümmert sich um ihn

Nachdem wir dann gemeinsam an Land gingen und inklusive unseren Tagesgästen Milena und Gerhard zum fußläufigen „Fischerstüble“  marschierten, wurde unser langes Warten auf einen Tisch am Vortag mit einem super leckeren Abendmenü belohnt. Bei Wein und tollen Gesprächen mit unseren Gästen ging der Tag wundervoll abgerundet zu Ende. Nachdem wir alle satt, behäbig und zufrieden waren, luden wir Milena und Gerhard noch zu einem Schlummertrunk an Bord ein. Da ein Seetag und so viel frische Luft sehr müde macht, wollten die beiden lieber die Heimreise antreten. Immerhin hatten sie noch 1,5 Std. Richtung Kempten zu fahren. Nach einem nächtlichem Spaziergang zurück zu unserem Boot, begleitet von unterhaltsamen Gesprächen, verabschiedeten wir Milena und Gerhard herzlich.

Wieder zurück an Bord gab‘ s noch einen kleinen Schlummertrunk. Einen kleinen Wermutstropfen gab es ja doch zu beklagen: die Abreise unseres Crewmitgliedes Markus – unserem Schwyzer Burschi – der leider am Freitag an einem Betriebsausflug nach Mallorca teilnahm und gleich nach dem Anlegen in Kressbronn von seinem Bruder abgeholt wurde.

Alles in Allem waren wir ein super tolle Crew mit einem professionellen und erfahrenen Skipper und hatten die Woche unermesslich viel Spaß und verstanden uns prima. Ebenso sind aus dieser Törn tolle Freundschaften entstanden, die bereits auch nach der Törn ein begeistertes Wiedersehen mit sich brachte. Ich hoffe wir haben noch viele solch schöner Treffen, pflegen langanhaltende Freundschaften und erleben noch tolle Segelabenteuer miteinander. Einen besonderen Dank an unseren Skipper Jürgen und dessen Gattin Monika, die so viel Einsatz und Herzensblut in die Vorbereitung und Durchführung solcher Törns einbringen!

Heute Kinder wirds was geben

Lecker Spargel zum Beispiel

Da zeige ich doch die Zähne, das mir den niemand mehr nimmt

Das Leben ist so herrlich und das Essen so gut


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