www.uvis-segeln.de CT - I - 21.05.2008   Private Segelfreunde
  "Segeln, - nah und fern"

 

Segeln Website  -  Revierinfos und Törnberichte  -  Bodensee  -  Come-together-08-I    -  CT - I - 21.05.2008


Gestern

Hauptseite

Morgen

Mittwoch, der dritte Segeltag

Nachdem sich am Dienstag Abend die Tagesgäste verabschiedeten, erreichten wir voll gefuttert (wie so immer), die Sirius. Ich konnte kaum noch gehen vor lauter gutem Essen. Nach einem abschließenden Gute-Nacht-Trunk mit der Crew verzogen sich so nach und nach alle in Ihre Kojen, mit Ausnahme unseres Schwoaben und Michi. Sie hatten noch allerlei zu bereden, zu diskutieren.

Die Nacht war absolut ruhig, trotz des doch sehr stürmischen Tags zuvor. Ich jedenfalls schlief tief und fest. Der nächste Morgen kam – etwas Sonne, mehr bewölkt, aber kein Regen. Und da war er auch schon – unser heutiger Tagesgast – ein Fischköpfli namens Horst. Er machte zurzeit gerade Urlaub am Bodensee und nutzte die Gelegenheit, zu einem ersten Hallo als Tagesgast bei einem Cometogether. Seine Frau hatte ihn nach Fussach gefahren.

Ich meine, die zukünftigen Tagesgäste könnten sich ihn doch mal als Vorbild nehmen – weil – er kam mit frischen Weggli - grinsel. Marina saß bereits oben an Deck mit der üblichen Tasse Kaffee und ihrer Zigi. Sie begrüßte Horst und hieß ihn an Bord der Sirius herzlich willkommen. Kurz darauf erschienen dann auch Jürgen und der Rest der Crew, die vom Duschen zurückkamen

 

Das erste Mal dabei, will noch in die Türkei

Mitsegler Markus




Es folgte das üblich, reichhaltige Frühstück und Horst hatte die Möglichkeit, die „Bande“ ein wenig zu beschnuppern. Nachdem er seine Sicherheitseinweisung erhalten hatte, ließen wir den Vortag mittels Briefing Revue passieren. Alles gesagt, alles getan. Also wohin soll die Reise heute gehen? Es ist geplant von Fussach nach Gohren (Meichle & Mohr-Hafen). Also letzter Toilettengang und dann Leinen los.

Wir verließen den malerisch idyllischen Naturhafen von Fussach und nahmen Kurs auf. Die erste Station – vorbei an der Seebühne zu Bregenz. Leider konnten wir keine Segel setzen; mussten also motoren. Sind ganz langsam an der Bühne vorbei getuckert, die dem James Bond Film als Kulisse diente. Horst lästerte ein wenig wegen der Flaute auf dem See. Das gäbe es bei ihnen im Norden eben nicht, da sei immer mit beständigem Wind zu rechnen. Na ja, was soll’s man kann eh nichts daran ändern, also dann eben aus der Not ne Tugend machen. Wir ließen es langsam angehen, genossen einfach den Tag. Nachdem sich herausstellte, wir würden bis zur Mittagszeit auf jeden Fall keinen gescheiten Segelwind bekommen, beschlossen wir in Friedrichshafen Station zu machen.

Wir steuerten also den Hafen an, wobei es sich nicht um einen reinen Yachthafen handelt, sondern auch die großen Schiffe der weissen Flotte hier vor Anker gehen. Da hieß es Vorsicht walten zu lassen. Aber unser Skipper Jürgen lenkte in gewohnt sicherer Manier die Sirius in eine passend große Box. Das mittlerweile gut eingespielte Crew-Team unterstützte ihn tatkräftig beim Anlegen. So ging alles reibungslos über die Bühne, wir konnten uns also landfein machen.

Die Sonne bahnte sich von Stund zu Stund mehr den Weg durch die Wolken, sodass man durchaus von einem sonnig, warmen Tag sprechen konnte. Dies hatten auch noch viele andere erkannt, weshalb Menschenmassen den Tag zu einem Spaziergang nutzten. Es war die Hölle los. Mittlerweile zogen wieder dickere Wolken auf, ein Gewitter schien im Anzug zu sein. Doch wir waren optimistisch und schnappten uns einen Tisch direkt am Wasser – ohne Beschirmung. Kaum dass wir da saßen, fing es an zu tröpfeln und innerhalb kürzester Zeit, öffnete der Himmel seine Schleusen und es goss aus Kübeln. Nach vollzogenem Standortwechsel (unter große Sonnenschirme) genossen wir einen Eisbecher oder sonstige Leckereien. Und vor allem das Beobachten der vorbeiflanierenden Menschenscharen machte riesigen Spaß. Was man dabei doch so alles sehen kann.

Moin-Moin - Fischerhude an Bodensee - kommen

Ist das nicht ein Frühstück?

Na denn rinn in die City

 Wenn der Weg nett immer so weit wäre

So schön können Landgänge sein

Lindau, wie man es kennt

Immer in Kondition bleiben

Jürgen gab das Zeichen zum Aufbruch und so machten wir uns auf, zurück zum Boot. Das Wetter hatte sich nun endlich eingependelt, es wechselte ständig zwischen Regen und etwas Sonne. Wieder an Bord nahmen wir unseren Kurs gen Gohren wieder auf. Es gab hierbei sogar etwas Wind, wir setzten die Segel. Horst bewies sich als erfahrener Segler und hatte daher keinerlei Mühe, das Boot unter Segel zu lenken. Aber so richtig segeln konnte man das Ganze einfach nicht nennen. Wir dümpelten meist mit 2 höchstens 3 Knoten über den See.

Aber wir hatten ja Zeit, na ja – bis spätestens 16.00 Uhr sollten wir schon im Hafen sein, da wir einen Gastliegeplatz benötigten und wir auf die nötige Info durch den Hafenmeister angewiesen waren. Zudem musste der Platz und die Karte für’s Duschen auch noch organisiert und bezahlt werden. Das Anlegen in der Box erwies sich als nicht ganz einfach, denn es bedurfte mehrerer Korrekturen – nicht im Hineinfahren, sondern beim Boot festmachen. Ständig wurde eine neue Anweisung erteilt – einmal Spring mitschiffs, dann doch nicht. Leine von hinten nach vorne führen – zuerst nur Steuerbordseite, dann Backbord. Also Spring wieder lösen. Dadurch hatte das Ganze letztendlich dann doch einen leicht chaotischen Charakter.

Aber – auch das hatten wir geschafft. Das Anlegebier dieses Abends hatten wir uns wirklich verdient. Danach verabschiedete sich Horst erst mal von uns, er wollte seine Frau zum Abendessen mitnehmen, wenn es uns recht sei. Klar, wir hatten nichts dagegen. Es wurde eine Uhrzeit ausgemacht, da sie wieder am Boot sein sollten. Wir anderen gingen dann auch der Reihe nach zum Duschen und machten uns frisch

Das Fischerstüble ist nur ca. 15 Min. vom Hafengelände entfernt. Wir wussten zwar, dass es sehr gut frequentiert ist, aber dass es so viel sein würde – nee das konnten wir fast nicht glauben. Obwohl wir sehr zeitig da waren, alles belegt. Auf Nachfrage von Jürgen im Lokal, vor 19.30 – 20.00 war mit keinem freien Platz für uns zu rechnen. Hm – also was tun. Zur Zeitüberbrückung entschlossen wir uns zu einem Spaziergang nach Langenargen. Gohren und Langenargen sind mit einer Brücke über die Obere Argen verbunden. Wir schlenderten also ein wenig durch Langenargen und fanden nebenbei eine kleine, schnucklige Pizzaria. Gerhard und ich gingen hinein, es hatte Platz für uns alle. Aber – die Mehrheit wollte wieder zurück laufen zum Fischerstüble. Ok – gut, dann gehen wir eben wieder zurück. Es war mittlerweil so um die 19.20 Uhr rum. Und – das Lokal war noch immer so bumsvoll wie zuvor. Keine Aussicht, da heute jemals einen Platz zu bekommen. Was nun??




Eis ist einfach fein .....

.... bei jedem Wetter, - hmmmmmm

Michaela legte energischen Protest ein, nochmals ihre Schritte gen Langenargen Richtung Pizzeria zu lenken, um dann festzusstellen, nu ist dieses Lokal auch belegt.
Also machten wir (Gerhard und ich) uns auf den Weg, um nachzusehen, ob noch Platz frei wäre. Wenn ja, würden wir uns via Handy melden und den Platz frei halten. Doch es kam ganz anders. Nachdem wir kurz vor dem Lokal waren, erhielten wir eine SMS, kommt zurück, wir haben einen freien Platz im Fischerstüble. Also liefen wir den ganzen Weg eben erneut zurück. Endlich wieder angekommen, hatten wir einen riesen Durst und einen noch größeren Hunger !!! Aber wir wurden bestens entschädigt. Es gab ein oberfeines Essen und da Michi und Marina ihre Portionen nicht schafften, fiel noch genug für den Schwoaben und mich ab. So war es doch noch ein gelungener Abend. Denke mal, Horst und seiner Frau gefiel es auch sehr gut bei uns. Wir plauderten und lachten und der Abend verging wie im Flug. Irgendwann wollte Horst sich dann verabschieden, da sie ja noch ein Stück zu fahren hatten. Das war das Zeichen zum Aufbruch. Wir luden ihn und seine Frau noch ein, mit uns einen Abschiedstrunk an Bord zu nehmen, doch sie lehnten dankend ab. Sie wollten gen „Heimat“ – es würde sonst zu spät werden. Wir verabschiedeten die Beiden und gingen zurück an Bord.

Den Tag ließen wir mit einem Absacker nach Wahl ausklingen und begaben uns dann in unsere Kojen.

Gute Bodensee-Küche

Der Tag geht zu Ende


Home Navigation Forum Designed by Jürgen Arnold
Copyright  ( © ) für Texte und Fotos 2003 - 2008 
Chat Feed back e:Mail