www.uvis-segeln.de CT - I - 21.05.2007   Private Segelfreunde
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Morgen

Montag, der erste Segeltag

Am Ankunftstag (Sonntag 20.05.2007) hat sich unsere Crew gleich problemlos im Osthafen statt im angekündigten Westhafen gefunden (SMS und intelligenter Spürsinn waren da hilfreich).

Bei der Übernahme des Boots gab es erst mal eine Verzögerung, weil das Boot nicht für uns vorbereitet war und noch geputzt wurde.

Gerd

Mitsegler Gerd




Nach der verspäteten Übergabe, dem ersten technischen Check, dem Kojenbelegen und dem Proviantverstauen haben wir uns dann lieber gleich einem Begrüßungsbier und dem wunderbaren Schweizer Wurst- Salat mit viel Käse (es war kein Kartoffelsalat!) zugewandt. Die Sicherheitein- weisungen und Aufgabenverteilung werden auf den nächsten Tag verschoben und ganz relaxed der Abend an Bord genossen.

Der Blick in die Kajüte zeigte mir sofort, dass ich letztes Jahr als Tagesgast nicht so genau hingeschaut hatte, und wegen der Enge musste ich schon erst mal schlucken, aber ich glaube ich habe mich mit Ramon gut arrangiert und mit jeder weiteren Nacht wurde der Raum mental etwas größer.

Auf jeden Fall habe ich in der ersten Nacht ganz gut geschlafen und musste dann früh aufstehen, weil ich mit Regula Küchendienst hatte und Frühstück vorbereiten durfte. Allerdings gab es noch frühere Frühaufsteher, Jürgen und Ramon, die mit dem Bootscheck anfingen, während die übrigen Crewmitglieder schon mal die Dusche testeten.

Für den reichlich gedeckten Frühstückstisch hatte ich glücklicherweise noch ein Vorbild vom vergangenen Jahr, denn ich frühstücke im Alltag eher spartanisch.

 

Gemütlich ist es doch im Biergarten

Gerd und Regi

Hier schlafe ich

Frühstückchen, hmm ist immer gut

Danach waren die Sicherheitseinweisungen und die Verteilung von  Verantwortlichkeiten für den Katastrophenfall unvermeidlich und so standen wir alle ein paar Minuten mit unseren angelegten Schwimmwesten da, klärten uns über Bedienung von Feuerlöschern auf, untersuchten die Inhalte der Backskisten und ich wurde u.a. zuständig für das Notruder und die Notsignalwerkzeuge (mangels Feuerwerksraketen hauptsächlich Hupe und rotes Tuch).

Und weiter ging es mit der Aufgabenverteilung allgemein (Landstrom, Bimini und Radiotechnik) und für das erste Auslaufen (Festmacherleinen, Auslaufmusik!).

Das Wetter war sonnig, schon morgens um die 20 Grad warm, aber fast kein Wind. Nur in der Ferne im Westen machten sich schon früh bedenkliche Wolkenformationen bemerkbar, die Gewitter und stürmische Böen erwarten ließen.

Aber noch glitten wir ohne Wind vorsichtig und rückwärts aus unserer „Garage“ im flachen Wasser und nahmen Kurs auf den Überlinger See.

Fehlender Wind war kein Problem, da wir die nächsten drei Stunden mit Motormanövern verbrachten. Jeder durfte mal links rum und rechts rum fahren, dann den über Bord gegangenen Plastikkanister wieder einfangen und schließlich übten wir Rückwärtsanlegen an der Hafenmauer, wie es im Mittelmeer oft üblich ist.




Immer gut drauf - los gehts

Vor Sipplingen

Spaghetti Bolognese

Da weiter Flaute herrschte, gab es danach erst mal Häppchen und Bitter Lemon für alle und schließlich ausreichend Zeit zum Baden im an diesem Tag 15 Grad warmen Wasser, was bei einigen Entsetzen hervorrief, aber letztendlich bei der drückenden Schwüle ganz gut tat.

Der Wind kam schließlich am Nachmittag doch noch und wir setzten die Segel.

Mit ein paar geschickten Segelmanövern, um mehr Wind einzufangen, zwei Wenden und einer perfekten Hafeneinfahrt haben wir dann auch einen ordentlichen ersten Segeltag hingekriegt, der Raum für weitere Steigerungen ließ.

Den Abend haben wir dann ganz gemütlich schwatzend auf dem Boot verbracht, die von mir mitgebrachten Spaghetti Bolognese waren lecker und mundeten glaube ich allen (Eigenlob darf hier mal erlaubt sein).

„Schumi“ kam zu Ehren und das Bier wurde flüssiger, der Wind wehte kräftiger und die Gewitter kreisten um uns rum.

Regi und Gerd beim Kombüsendienst

Es ist angerichtet

Feierabend - jetzt die Nacht genießen


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