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Montag, der erste Segeltag Motto des Tages: Der Tag des Ouzo
Nachdem die Crew am gestrigen Sonntagnachmittag planmäßig
eingecheckt hat Skipper Jürgen und Co-Skipper Marina übernahmen die Aquarius,
eine Bavaria 36, die für die kommenden 5 Tage unser zu Hause sein wird, und checkten Boot
und Ausrüstung den Abend dann bei Marinas vorzüglichem Nudelsalat, Rotwein,
Haribo und Ouzo an Deck gemütlich ausklingen ließ, hieß es heute Morgen um 4:55 Uhr
"Mövenalarm" und die ohnehin kurze Nachtpause nahm ihr jähes Ende.
Ein großer Mövenschwarm hatte sich am Pier neben unserem
Boot versammelt und beschlossen, uns bzw. unseren Skipper zu wecken, der dann versuchte
diese zu vertreiben. Nun das Ziel wurde erreicht, die Möwen waren weg und die Mannschaft
wach. So kam dann 6:15 Uhr Bewegung ins Schiff und mit einem reichhaltigen
Frühstücksbuffet wurde die Crew vom Kombüsenteam (Maria und Uwe) verwöhnt.
Nach ein paar ernährungswissenschaftlichen Erörterungen
Thema: gesünder Leben mit richtiger Ernährung und Bewegung konnte sich
jeder sein individuelles Frühstück schmecken lassen. |
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 Mitsegler Sebastian |
| Ab 9:00 Uhr kam jeder seinem
eingeteilten Dienst (getreu dem aufgestellten Pantry- und Feudelplan) nach. Um 10:00 Uhr war Briefing angesagt der Skipper hat das Wort:
Einweisung in Schiffs-, Segel- und Sicherheitstechnik, Anprobe Sicherheitswesten und
Tagesplan.
Nach den letzen Vorbereitungen, Sonnenschutz und
Toilettengang konnten wir um 11:30 Uhr mit traditioneller Auslaufmusik "Conquest of
Paradise" in See stechen.
Die Sonne brennt inzwischen schon heiß und von Westen her
kündigt sich gewittrige Stimmung an.
Unter dem Motto: "die Crew lernt das Schiff
kennen" fuhren wir verschiedene Manöver mit Motor und zogen unsere kleinen und
großen Kreise auf der ruhigen See. Beim Ansteuern der fiktiven Kaimauer im
Rückwärtsgang war schon viel Steuermannsgefühl erforderlich und jeder konnte seine mehr
oder weniger vorhandenen seglerischen Erfahrungen anwenden von Totalschaden bis
bravourös war alles dabei. Sebastian glänzte als Naturtalent.
Für gute Stimmung an Bord sorgte um 13:30 Uhr das
Küchenteam mit Häppchenvesper und Kaffee + Kuchen, bevor es um 14:40 Uhr hieß
Wind kommt auf die Segel setzen. |
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Wir konnten verschiedene
Wendemanöver bei schwachem Wind und langsamer Fahrt üben. Und es lag bestimmt nicht an
Monika, wenn die Fahrt unter 1 KN abfiel die so genannte Badeflaute kündigte sich
um 15:15 Uhr an: Die Segel wurden eingeholt und die
Badeleiter ausgeklappt. Wir genießen das angenehm erfrischende Bad mitten im Bodensee und
lassen etwas die Seele baumeln. Dem wird ein jähes Ende gesetzt um 16:45 Uhr kommt
erneut Wind auf und schließlich sind wir ja zum Segeln hier - schnell wird die
Badeleiter eingeklappt und es heißt: "Klar zum Segel setzen". Jeder besetzt
zügig seinen Posten und die Fahrt kann weitergehen.
Marina steuert von Hart am Wind zum Raumschot und die Halse
wird besprochen und vorbereitet doch der Wind schlägt uns ein Schnäppchen und
lässt uns mit 1KN im Stich. Bis auf ein paar kurze Böen läuft nichts mehr und so holen
wir um 17:30 Uhr die Segel ein und fahren mit Motorkraft Richtung Heimathafen Sipplingen
das Sonnendach wird ausgeklappt und wir machen es uns an Deck gemütlich, genießen
Sonne und blauen Himmel.
Gegen 18:00 Uhr legen wir an ein mittlerweile
eingespieltes Team und die Meisterleistung von Skipper Jürgen lassen das Einlaufmanöver
perfekt gelingen. So haben wir uns das traditionelle Anlegebier bei sommerlicher
Hafenstimmung wohl verdient. |
 
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Die Catering-Crew Marina und Uwe bereiteten
das Abendessen vor und der Rest der Mannschaft ging auf Erkundungstour nach Sipplingen,
dem kleinen Hafenstädtchen am Untersee bekannt durch die Trinkwassereinzugsanlagen
für die Landeshauptstadt, um Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten für die nächsten Tage
zu suchen. Selbst vor einer "Bergtour" schreckten sie nicht zurück, um ein
gutes Restaurant ausfindig zu machen ganz zur Freude von Jürgen, der als
"Gipfelstürmer" allen voran die Führung und das Lesen der Öffnungszeiten
übernahm. Pünktlich um 20:30 Uhr gab es Abendessen
ein italienischer Abend nach "Kreation des Hauses" bzw. Schiffs. Das
Essen war sehr schmackhaft und doch ein bisschen "fett" und heute war der
Ouzo endlich richtig kalt. So wurde der Tag zum "Tag des Ouzo" erklärt.
Mit Rotwein, Kaffee und guten Gesprächen lassen wir den
Tag an Deck ausklingen. Aber die Crew scheint noch nicht müde und versammelt sich unter
Deck zu Weißherbst, Studentenfutter und Ligretto.
Geheimnisvolle Phänomene werden diskutiert: "ist
Reiner wirklich ein Mann?" "wenn Marina 3 mal zahlt, warum ist dann immer
noch zu viel in der Kasse?" - "sind beim Ligretto übersinnliche Kräfte am
Werk?" und Monika fragt Jürgen: "Nimmst du mich noch mal mit?" oder
liegt doch alles am Ouzo?
So wird es 1:00 Uhr bis Nachtruhe einkehrt und alle fragen
sich ob wohl um 4:55 Uhr die Möwen wieder da sind
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