www.uvis-segeln.de CT-05-1 - 09.06.2005   Private Segelfreunde
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Donnerstag, der vierte Segeltag

Es ist 4.00 Uhr morgens und ich bin noch richtig müde, aber da wir heute den Sonnenaufgang genießen möchten, muss auch ich aus meiner Kajüte kriechen. Schnell noch an der Marina die Zähne geputzt und schon geht’s los.

Nachdem wir erfolgreich aus dem Hafen ausgelaufen sind steuert Inge unsere Yacht in Richtung Obersee, dem Sonnenaufgang entgegen. Der Erste hat schon Kaffee gemacht, den wir jetzt nötig haben, denn wir sehen alle noch nicht wirklich fit aus und außerdem ist es „ak“.

Um 5.45 Uhr ist es dann endlich soweit. Die Sonne streckt uns ihre ersten Sonnenstrahlen entgegen. Da muss auch ich alte Schlafmütze zugeben, dass sich das Aufstehen gelohnt hat!

Unsere Stephi

Mitseglerin Stephi

Noch im Überlingersee angelangt haben wir dann das erste Mal die Segel gesetzt. Doch leider sind nicht nur wir müde sondern auch der Wind. Der lässt sich nämlich überhaupt nicht blicken und so beschließen wir nach einiger Zeit die Segel wieder zu reffen. Da es leider trotz Sonnenstrahlen immer noch nicht wärmer geworden ist beschließe ich nun alle Register zu ziehen. Jetzt muss die gute alte Skiunterwäsche herhalten. Ich hätte nie gedacht, dass ich die im Juni noch brauchen würde, aber an diesem Tag habe ich sie definitiv gebraucht!!!

Heute haben Micha und Inge Kombüsendienst und es gibt heute „a zünftigs Weißwurstfrühstück“. Doch ausgerechnet jetzt beginnt sich der Wind und die See zu melden, so dass wir wirklich Mühe haben unsere Weißwürste erfolgreich vom Teller in unseren Mund zu jonglieren.

Nachdem sich alle gestärkt haben, geht es nun weiter Richtung Goren. Da unser Schmutzwassertank schon wieder voll ist, müssen wir den Hafen dort anlaufen um die ganze Sch…. wieder raus zu schnuddeln. Da wir darin ja schon Übung haben, geht alles recht schnell über die Bühne und wir machen uns weiter auf die Fahrt Richtung Lindau.

So, die Segel schnell gesetzt und ab geht’s!! Da wir nun super Wind und auch Sonne haben, vergeht die Zeit wie im Fluge und ruckzuck befinden wir uns schon vor Lindau. Da es jetzt knapp 13.00 Uhr ist beschließen wir uns wieder auf den Rückweg zu begeben, da wir heute Abend in Unteruhldingen nicht zu spät anlegen möchten.

Doch dann …was war das….ein komisches Geräusch an Bord. Wir versuchen es zu lokalisieren, möchten vielleicht irgendwelche außerirdischen Segelfreunde Kontakt zu uns aufnehmen? Na ja nicht ganz, Dirk hat entdeckt das, das ominöse Piepsen doch nur aus dem Radio kommt und so segeln wir ohne unsere kleinen grünen Freunde weiter.

Ein leuchtender Sonnenaufgang

Unser Dirk am Steuer

Bei aufkommenden Wind 
vor der Insel Mainau

Heute zeigt unser Skipper Jürgen dann noch was alles in ihm steckt. Nachdem Dirk zweimal erwähnt, dass er doch so gerne einen Milchshake hätte, lässt sich Jürgen das natürlich nicht zweimal sagen. Kreativ und spontan wie er eben ist, zaubert er aus unseren Vorräten einen Bananenmilchshake. Für was so ein Skipper alles gut ist:)!!

Auf dem Rückweg nach Unteruhldingen haben wir dann super Segelwetter. Micha ist am Steuer und wir lassen es richtig krachen. Jürgen sitzt ganz ruhig im Salon bis ihm das Logbuch um die Ohren fliegt und er dann doch mal nachschaut ob seine Crew noch alles im Griff hat. Aber keine Angst Jürgen, wir haben soeben nur die 8,28 Knoten geknackt und ich will jetzt die 10 !!!!

Nachdem der Wind etwas beständiger wird und wir vom Obersee schon Richtung Überlinger See segeln darf ich ans Steuer. Das erste Mal während dem Segeln am Steuer. Nach den üblichen Anfangsschwierigkeiten funktioniert es ganz gut und es macht richtig Spass die Yacht über den See gleiten zu lassen. Nach einer gewissen Zeit verwöhnt uns unser Kombüsendienst mit einer heißen Schoki und Studentenfutter, das manche eher auf Deck verteilen anstatt zu essen aber wir wollen ja keine Namen nennen. Warum bekam unser Skipper eigentlich noch mal den Spitznamen Krümelmonster? ...

So gegen 16.30 Uhr laufen wir dann in den Hafen von Unteruhldingen ein. Schnell an einem Besucherplatz souverän angelegt, springen Micha und Jürgen von Deck und machen sich schon auf den Weg zum Hafenmeister um abzuklären, ob wir dort bleiben dürfen. Gott sei Dank haben wir das ok bekommen und können uns auf den Weg zu unserer wohlverdienten heißen Dusche machen, natürlich erst nachdem wir uns unser alltägliches Anlegebier getrunken haben.

Das Boot samt Crew an der Marina

das köstlich warme Essen 
nach einem kalten Segeltag

Nachdem alle zurück vom Duschen sind, geht’s los zum Essen fassen in die „Villa Seeblick“. Da Inge, Dirk und Jürgen dort schon mal waren und uns schon vor geschwärmt hatten wie genial das Essen dort sein soll, sind wir natürlich alle gespannt und können es kaum erwarten dort an zu kommen.

Und sie haben wirklich nicht zu viel versprochen. Ein Büffet soweit das Auge reicht. Allein von den Antipasti kommt man schon ins Schwärmen, ganz abgesehen von den Hauptgerichten. Wir versuchen alles zu probieren, aber irgendwann geht leider nichts mehr und auch unser Skipper Jürgen muss irgendwann kapitulieren. Nach einem letzten wirklich netten Gespräch mit unserer süßen Bedienung Maria aus Bulgarien machen wir uns wieder auf den Rückweg.

Da wir alle einen mächtigen Hunger hatten und schon sehr früh in der „Villa Seeblick“ waren, sind wir relativ früh wieder an Bord. Wir lassen den Abend mit einem schönen Glas Wein und einer Runde „Metro“ ausklingen.

 

Jean-Luc hat uns an diesem Abend leider nicht besucht ……

Anstoßen auf einen gelungenen Segeltag

unbeschreiblich traumhaft


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