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Segeln Website - Revierinfos
und Törnberichte - Bodensee - Come-together-04-III - CT - III - 06.06.
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Morgen |
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Nachdem wir am Samstagnachmittag bei
strömendem Regen auf den letzten paar Meilen in Richtung Hafen so richtig geduscht
wurden, weckt uns heute am frühen Morgen die Sonne. Diesmal
scheint ja der Wetterbericht ja ausnahmsweise zu stimmen!
Um 08:00 haben wir Wind aus Ost, Sonnenschein und nur ein
paar Schönwetterwolken am Himmel. |
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 Mitseglerin Gabi |
| Da Yachttechniker Georg für die Reparatur des
Warmwasser-Boilers nicht erschienen ist, macht sich die Crew an ein opulentes
Sonntagsfrühstück mit Rührei, frisch aufgebackenen Brötchen, Tomatensalat mit
Knoblauch (Skippers Spezial) und allem, was sonst so dazu gehört. Nach dem Frühstück, Abwasch und dem obligatorischen Toilettengang
gibt es ein kurzes Briefing durch Skipper Jürgen, der uns auf der Seekarte die Tagesroute
Richtung Lindau zeigt. Sonnencreme ist heute ein Muss, auf dem Wasser kann man sich sehr
schnell einen Sonnenbrand holen.
Inzwischen hat der Wind doch wieder auf West gedreht und
wir legen um 10:00 Uhr bei herrlichem Sonnenschein und 1-2 Windstärken mit Bernd am Ruder
ab. Unter Motor fahren wir ein Stück auf den See hinaus und Bernd lässt bald die Segel
setzen. Auf den Rat von Renate hin, die wohl schon mehrmals Erfahrungen mit Tauwerk in der
Schiffsschraube hatte, verstauen wir alle Festmacherleinen in der Backskiste. So, nun
kanns losgehen Richtung Lindau.
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Anita gehts heute besser - wir
stellen sie ans Ruder, damit sie mal erfahren kann, wie schön Segeln ist (gleichzeitig
ist sie damit abgelenkt von der Seekrankheit, die ihr gestern so zugesetzt hat). Es
klappt! Anita fühlt sich heute pudelwohl und steuert uns gekonnt durch den nur leicht
bewegten See.
Bald übernimmt Bernd wieder das Ruder und weiter
gehts mit Raumschotkurs Richtung Lindau. Es sind inzwischen viele Boote auf dem See,
die Berge tauchen aus dem Dunst auf; wir sehen viele Haie und
Krokodile in Form von Ästen und Baumstämmen, die aus dem Rhein, der Argen
und der Tiroler Ach durch die Unwetter der letzten Woche in den See geschwemmt wurden.
Mittags drehen wir bei zum Badestopp. Als Einzige wagt sich
Renate bei 13,7°C Wassertemperatur in den See, gesichert durch Jürgen mit Hilfe des
Rettungskragens. Mich friert schon allein vom Zusehen! Brr! Anschließend serviert Skipper
Jürgen Honigmelone mit Schinken und ein tolles Teegetränk, das auf den ersten Blick
aussieht wie Roséwein, das Ganze wird natürlich im Bild festgehalten. |
 
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Wir halten weiter auf Lindau zu während
Skipper Jürgen + Chefin Monika es sich zum Sonnenbaden auf dem Vordeck bequem machen.
Doch das ist nur ein kurzes Vergnügen, der Wind ist sehr frisch, die Crew sitzt
eingemummt in Fließjacken im Cockpit. Wir wundern uns, dass alle Segelboote, die uns
entgegenkommen viel schneller zu sein scheinen als wir. Die Erklärung ist, dass wir den
Wind von hinten bekommen und damit nicht merken, wir schnell wir wirklich sind. So langsam macht sich Südsee-Feeling breit - Sonne, schöner Wind,
Cumulus-Wolken am Horizont... die Crew genießt und schweigt. Fehlen nur noch die Palmen
und der eine oder andere Caipirinha. Aber Alkohol ist tagsüber tabu, also muss es
reichen, dass unser Schiff Caipirinha heißt.
Nach einer Halse segeln wir im Schmetterling
auf Lindau zu wobei Skipper Jürgen und Monika die Segel mit Hilfe von Bootshaken
und von Hand in Stellung halten, da wegen der Wellen, verursacht durch die
Fahrgastschiffe, dieser Kurs sonst kaum zu halten wäre. Ein kurzer Gruß an den
bayerischen Löwen an der Hafeneinfahrt von Lindau, dann übernehme ich von Bernd das
Ruder und gehe auf Kreuzkurs hart am Wind zurück Richtung Heimathafen Gohren.
Der Wind frischt auf und wir erreichen zwischendurch 4,5
bis 5 Knoten Fahrt. Durch die vielen Boote auf dem See gibt es reichlich Gelegenheit, die
Ausweichregeln zu üben. Es scheinen auch ein paar Segler mit eingebauter
Vorfahrt unterwegs zu sein da heißt es aufpassen. Erschwert wird das Ganze
durch die vielen Baumstämme und abgerissenen Äste, die teilweise knapp unter der
Wasseroberfläche treiben und kaum zu sehen sind. |
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| Gegen 14:30 Uhr übernimmt Renate das Ruder
und muss uns durch ein ganzes Minenfeld von Baumstämmen und Ästen steuern.
Aber sie hat ja schon sehr viel Erfahrung sowie alle Segelscheine bis zum
Hochseeschifferschein und meistert diese Aufgabe souverän. Schön zu wissen, dass sie bei
meinem Sommertörn nach Schottland mit von der Partie sein wird. Skipper Jürgen hält
für alle Fälle Ausguck am Bug, damit wir auch ja nichts übersehen. Die Crew schmiedet derweil Pläne für weitere Törns, eine
Atlantiküberquerung ist angedacht. Man kann sich aber noch nicht einig werden, ob diese
auf der Passatroute Richtung Karibik oder auf der Nordroute nach New York gehen soll
beides hat einiges für sich! |
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Gegen 16:30 Uhr übernimmt Bernd wieder das
Ruder, nachdem Skipper Jürgen kurz selbst am Steuer war, und segelt uns das letzte Stück
Richtung Heimathafen Gohren. Nachdem die Segel
geborgen sind, übernimmt Skipper Jürgen und fährt unser Schiff in die Box im Hafen.
Hier ist schon die Crew für die nächste Woche
eingetroffen, es gibt ein Begrüßungsbier für die Neuen und ein Anlegebier für die alte
Crew (leider muss ich mir das verkneifen, denn es geht gleich noch auf die Autobahn
zurück nach München).
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Nachdem dann alle Taschen gepackt sind,
gehts ans Abschiednehmen. Herzlichen Dank an Jürgen und Monika für all die Zeit
und Energie, die Ihr beide in die Vorbereitung dieses Bodensee-Come-togethers gesteckt
habt, es war einfach super! Danke auch an Anita, Bernd und Renate, wir haben viel gelacht
und es war schön, mit Euch dieses Wochenende zu verbringen.
Nun sitze ich im Auto Richtung München, ein letzter Blick auf den See mit den teilweise
noch schneebedeckten Bergen im Hintergrund, dazu im Autoradio der Song We are
sailing... von Rod Stuart, und ich denke mir nur genau, alter Junge, so
isses!
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