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Segeln Website - Revierinfos
und Törnberichte - Bodensee - Come-together-04-II - CT - II - 08.06.
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Morgen |
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Segeltag 2: Dienstag Um 6.30 Uhr war die Nacht für die Crew beendet, da Karl und
Melanie, die beiden Tagesgäste, anriefen und das Klingeln natürlich gleich die ganze
Mannschaft hochschrecken ließ.
Allerdings war Inge ohnehin schon seit 5 Uhr wach, da die
Männer laute Schnarchorgien von sich gaben. Außerdem ging Michael auch schon früh von
Bord, da er sein Auto zur Reparatur bringen musste. Das Auto war offensichtlich irgendwo
im Kühlsystem von einem Marder angefressen worden. Und das war schon eine düstere
Vorahnung auf das, was uns an diesem Tag noch passieren sollte... |
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 Mitseglerin Annabell |
| Jedenfalls ging der Morgen erst mal schön
weiter, da wir uns in der Marina am Frühstücksbuffet die Bäuche vollschlugen. Michael
ging es besonders gut. Das Auto war zwar noch nicht repariert, aber immerhin hatte ihn
eine schwäbische Schönheits- königin wieder zurück zum Hafen gefahren (allerdings
behauptete er im Nachhinein, dass sie viel zu spack gewesen sei). Beim Frühstück haben wir auch Melanie und Karl getroffen. Nachdem
wir (außer dem Frühstücken) auch unsere andere morgendliche Arbeit erledigt hatten,
sind wir aus dem Hafen ausgelaufen.
An diesem Tag war Michael am Steuer und hat uns perfekt aus
der Hafenausfahrt hinaus gesteuert. Von einer Jubelhymne, die eigentlich angestimmt werden
sollte, hat die restliche Crew dennoch abgesehen. |
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Obwohl es beim Auslaufen gerade einmal erst 10
Uhr war, merkten wir schon, dass es ein richtig heißer Tag werden würde. Daher haben wir
den Schattenkurs eingeschlagen. Der Schattenkurs führte uns Richtung Lindau,
wo wir dann um 13.15 Uhr angelegt haben. Zumindest haben wir es versucht. Diese ganze
Aktion ist nämlich ziemlich missglückt, und zu allem Überfluss geiferte am Ufer noch
eine Hafenhexe (laut Jürgen alte Gummihexe) und wusste natürlich sehr viel
besser, wie man anzulegen hat. Beim zweiten Versuch, anzulegen, hat es dann auch irgendwie
funktioniert. Unsere Festmach-Knoten hatten allerdings Seltenheitswert und wären
wahrscheinlich von der englischen Knoten-Society (wie immer sie auch genau heißen mag)
als neue Erfindung gekürt worden. Leider ist es uns aber nicht gelungen, den gleichen
Knoten noch ein zweites Mal zu fabrizieren. |
 
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In Lindau haben wir uns dann in ein Café
gesetzt und dicke Eisbecher gegessen. Sehr zu empfehlen war das Ingwereis mit Beeren! Nachdem wir noch ein paar Mannschaftsfotos gemacht haben, sind wir
um 15 Uhr wieder an Bord gegangen und haben abgelegt. Dies hat auch relativ gut geklappt
(das Knotenlösen hat leider etwas länger gedauert). Da völlige Flaute war, haben wir
auch außerhalb des Hafens gleich den Motor laufen lassen und sind zur gegenüber
liegenden Uferseite gefahren nach Bregenz.
Jürgen hat der Crew erklärt, um welche Gebäude es sich
dort jeweils handelt und wo die Bregenzer Festspiele stattfinden.
Um 16 Uhr haben wir dann noch einmal die Segel gesetzt. Die
Freude daran währte allerdings nicht sehr lang. Der ganz leicht auffrischende Wind war
kurz danach schon wieder verschwunden, und so schaltete Inge schon wieder um 16.55 Uhr den
Motor an. Doch auch daran sollten wir keine besondere Freude haben.
Denn genau fünf Minuten später ertönte ein lautes Tuten,
das nicht mehr abzustellen war. Offensichtlich war irgendetwas mit dem Motor nicht in
Ordnung. Jürgen riet dazu, den Motor vorsichtshalber nicht mehr anzuschalten und setzte
sich sofort mit dem Vercharterer in Verbindung. |
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| Nachdem wir etwa
eine Stunde lang vor uns hingedümpelt sind und uns die Zeit mit Würstchenessen
vertrieben haben, kamen dann die zwei Mechaniker, die der Vercharterer zu uns geschickt
hatte. Sie stellten schnell fest, dass der Schaden im Kühlkreislauf war. Hier hatte man
zuvor an irgendeiner Stelle eine Plastikverbindung eingebaut, die aber dem heißen Wasser
nicht standhalten konnte. Stattdessen hätte schon längst eine Verbindung aus Metall
eingesetzt werden müssen. Die beiden Mechaniker
flickten die Leitung provisorisch und sagten, dass sie am nächsten Morgen noch einmal zu
unserem Boot kommen müssten, um dann die richtige Verbindung einsetzen zu können. Als
Belohung schenkten wir den beiden noch ein Bier (was uns selbst durch höchste Anordnung
zu diesem Zeitpunkt noch verwehrt war, weil wir ja noch nicht wieder im Hafen angelegt
hatten).
Um den Kühlkreislauf zu schonen, haben wir es dann noch
einmal versucht, unter Segel zum Heimathafen zu kommen. Allerdings haben wir bald gemerkt,
dass dies eine hoffnungslose Aktion war und haben doch den Motor eingeschaltet. Ohne
weiteren Zwischenfall haben wir tatsächlich unter Motor den Hafen erreicht. |
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Nach einem
Anlegebier und einer wohltuenden Dusche sind wir zur Fischerhütte gegangen,
einem Restaurant, das nur fünf Minuten Fußweg entfernt von unserem Hafen lag. Auf Jürgens Rat hin bestellten wir einen ganz famosen
Holunderblütenaperitif. Zum Essen gab es für die meisten von uns Zander und
Bodenseefelchen und wir redeten noch einmal über das etwas missglückte Manöver bei der
Hafen-Gummi-Hexe.
Da das Restaurant nicht besonders lange geöffnet hatte,
sind wir nach dem Essen recht bald wieder zum Boot gegangen. Nur Melanie und Karl, die
auch etwas später zum Essen gekommen waren, blieben noch ein bisschen sitzen und
verabschiedeten sich von uns.
An Bord hat die restliche Crew als Gutenacht-Trunk noch
zwei weitere Flaschen Rotwein getrunken. Und danach sollte unsere Nacht beginnen wie auch
schon der Morgen begonnen hatte: mit einem lauten Schnarchen der Männer. |
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