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Morgen |
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Es ist kein Traum. Der Blick aus der Kajüte
in den Himmel zeigt: Ein Boot kann nicht nur von unten nass werden sondern auch von oben.
Regen. Im Dauerlauf auf die Mole, das Hafenbecken
entlang, zur Dusche und - wichtiger - zum WC.
Der Spießrutenlauf unter den Regentropfen hindurch
ist nicht ungefährlich: Stephan rettet unter Einsatz seines Lebens und mit Hilfe des
Enterhakens Claudias Schiffermütze aus dem Wasser. Über diese heroische Tat erscheint
leider kein Artikel in der Tagespresse.
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 Mitsegler Dirk |
| Nach dem opulenten Mahl von gestern Abend ist
heute Morgen ein ausführliches Frühstück an Bord angesagt. Dazu wird in Unteruhldingen
eingekauft. Leider ist das Angebot beschränkt. Es gibt noch nicht einmal Regenklamotten. Apropos Essen: Der Fäkalientank stinkt und schreit zum Himmel. Wir
müssen ja sowieso raus. Also Leinen los und in Richtung Hafenmeister. Eigentlich wollte
ich mir die Pfahlbauten in Unteruhldingen noch angesehen haben, aber im Regen ist das
keine gute Idee. Das Entleeren des Abwassertanks geht schnell und problemlos.
Frischwasser wird nachgefüllt.
14:30 Uhr. Claudia ist weg. Nach aufwendiger Suche wird sie
im Gebäude des Hafenmeisters entdeckt, wo sie mit ihm und mehreren Frauen fleißig
verschiedene Obstler ausprobiert. |
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14:45 Uhr. Abfahrt aus Unteruhldingen. Es
bleibt den ganzen Tag über bedeckt. Die Flaute nutzen wir dazu, einen Bullenständer
auszuprobieren
(es muss sich dabei aber um Seekühe gehandelt haben, weil es keine Seebullen gibt, bzw.
die, die es wären, fahren im Schnellboot und winken mit ihrer roten Kelle). Auch einen
Schmetterling haben wir gefahren. Aber es war kaum Wind da. Deshalb ging es nach Gohren
zurück fast nur mit Motorkraft.18:00 Uhr. Unklare
Situation: Bojen treiben voraus bei diesiger Sicht im Wasser. Nebel liegt über dem
Bodensee. Stephan steht am Ruder. Wir anderen sitzen im Trockenen und probieren ein
Würfelspiel von Claudia aus. Der Skipper muss die warme Kajüte und das Spielfeld
verlassen, um zu klären. Es handelt sich um Fischernetze. Aber damit nicht genug - vor
Friedrichshafen und vor der Hafeneinfahrt von Gohren treiben Holzstücke im Wasser. |